Von keiner anderen Nation weiß man so wenig wie von Nordkorea. Mit einer 360-Grad-Erfahrung kann man jetzt eine Reihe von Sehenswürdigkeiten und Orten in Pjöngjang besichtigen.

Vom 170 Meter hohen Chuch’e-Turm überblickt man ganz Pjöngjang und kann zwischen einer Vielzahl von Orten auswählen, die man besichtigen möchte, darunter den Kim-Il-Sung-Platz, wo die Militärparaden stattfinden und den Mansu-Hügel, wo 22 Meter hohe Statuen von Kim-Il-Sung und Kim Jong-Il aufragen.

Das 360-Grad-Filmmaterial wurde von einem schwedischen Startup namens SceneThere aufgenommen und auf der gleichnamigen Plattform veröffentlicht. Diese erlaubt es VR-Filmemachern, sphärische Videos zu einer interaktiven 360-Grad-Erfahrung zusammenzufügen, in der man zwischen verschiedenen Rundum-Ansichten springen kann.

Aufgenommen wurden die 360-Videos im September 2016 vom Mitgründer des Startups Marcus Olsson. Zum Einsatz kamen sechs GoPro-Kameras, die an einer Stange befestigt waren. Olsson war nicht als Journalist oder Tourist nach Nordkorea gekommen, sondern in einem geschäftlichen Auftrag, um einen Vortrag zu halten. Laut eigenen Aussagen durfte er nur deshalb filmen.

“Ich wusste nicht viel über Nordkorea und alles was ich im Netz finden konnte, waren Videos von Paraden oder offizielle Filmaufnahmen des Regimes”, sagt Olsson gegenüber Mashable. “Also brachte ich meine 360-Grad-Kameras mit, um einen Film für unsere Plattform zu drehen.”

Willkommene Propaganda

Olsson betont, dass es sich bei den Aufnahmen um keinen investigativen Journalismus handelt. Er war nie allein beim Filmen, was bedeutet, dass das Regime die Aufnah…

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