2Sync verwandelt die Wohnung in eine greifbare VR-Welt

2Sync verwandelt die Wohnung in eine greifbare VR-Welt

2Sync verwandelt die reale Wohnung in eine VR-Spielwelt. Wir stellen das Berliner Start-up vor.

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In unserer neuen Serie „XR-Spotlight“ stellen wir Unternehmen und Start-ups aus dem deutschsprachigen Raum vor, die Virtual Reality oder Augmented Reality innovativ einsetzen.

Mit dem 2Sync-SDK kann eine Wohnung oder ein komplettes Haus in eine Virtual-Reality-Spielwelt umgewandelt werden. In der Tech-Demo Room Jam für Meta Quest 2 werden reale Möbel in VR zu virtuellen Särgen und Grabsteinen, die physisch fühlbare Deckung bieten.

Wir stellen das Start-up und die Vision hinter 2Sync vor.

Wer steckt hinter 2Sync?

„Wir sind Moritz und Julian von 2Sync. Moritz hat die Idee des „House Scale VR SDK“ und die Software am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) im Rahmen seiner Masterthesis entwickelt“, erzählt Julian Zietemann. „Im Sommer 2021 stellte mir Moritz sein Projekt bei einem HPI-Event vor. Vor allem der Einsatz in der Wohnung hat mich vollkommen überzeugt!“

Was kann die 2Sync-Software?

Das 2Sync SDK soll allen Entwickler:innen die Erstellung von raumunabhängigen VR-Erfahrungen ermöglichen“, sagt Moritz Loos. „Raumunabhängig heißt, dass die virtuelle Welt in jedem Raum individuell generiert wird. Objekte und Bedingungen der Raumstruktur werden automatisiert einbezogen.“

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Dadurch können Gegenstände auch haptisch in Szenen integriert werden. Virtuelle Objekte werden anfassbar und in jedem Raum bis hin zu ganzen Häusern oder Produktionshallen nutzbar.

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„Wir wollen die Vorteile von Location-Based-Experiences nach Hause oder in nicht vorbereitete Szenen bringen“, sagt Loos. „Dabei wird es möglich, mit realen Objekten zu interagieren und sich frei in der virtuellen Welt zu bewegen.“

Für wen ist die 2Sync-Software gedacht?

2Sync sieht vielfältige Zielgruppen und Anwendungsszenarien. „In unserer Tech-Demo RoomJam haben wir schon gezeigt, wie viel Spaß ein VR-Spiel machen kann, das dieses Prinzip nutzt. Dabei wird das ganze virtuelle Haus gegen Monster verteidigt“, beschreibt Loos die Demo.

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Der Einsatz sei aber nicht nur auf den Entertainment-Bereich beschränkt, so Moritz Loos: „Auch in Forschung und Unternehmen gäbe es vielfältige Anwendungen, etwa virtuelle Trainings, die die Arbeitsumgebung einbeziehen. Oder die Besichtigung von Musterhäusern, bei denen die Einrichtung ohne manuelle Designprozesse für Kund:innen visualisiert wird.“

Das Duo für 2Sync: Julian Zietermann und Moritz Loos (v.l.n.r.).

Das Duo für 2Sync: Julian Zietermann und Moritz Loos (v.l.n.r.). | Bild: 2Sync

Was macht 2Sync besonders?

VR-Erfahrungen werden zwar immer beliebter, sind aktuell aber noch statisch und nicht selten inkompatibel mit der Realität: Pflanzen stehen im Weg, Gegenstände müssen weggeräumt werden, damit genug Platz für ein immersives Erlebnis bleibt“, führt Julian Zietemann aus. Das schränke den Nutzen ein.

„Selbst mit erschwinglichen Geräten wie der Meta Quest (2) feiern derart immersive Erfahrungen eher im Location-Based-Bereich Erfolge als zu Hause“, sagt Zietemann. „Mit 2Sync wollen wir das ändern und Umgebungen so verwenden, wie sie sind. Aufwendige Vorbereitungen sind nicht nötig.“

Dadurch würden sich nie dagewesene Anwendungsszenarien im „House-Scale-Bereich“ eröffnen.

Wo steht 2Sync gerade und welche Hürden müssen bewältigt werden?

„Bei den letzten Schritten zur Marktreife wollen wir mit Entwicklungsstudios und Unternehmen ins Gespräch kommen“, erklärt Zietemann die nächsten Schritte. „Mit ihnen zusammen tüfteln wir aus, wie und wo House Scale VR-Erfahrungen eingesetzt werden können und wie Entwickler:innen unser SDK bestmöglich nutzen können.“

Rechteckige Oberflächen werden derzeit noch vorm Einsatz mit Controllern markiert.

Rechteckige Oberflächen werden derzeit noch vorm Einsatz mit Controllern markiert. | Bild: 2Sync (Screenshot aus Unity)

Die größte Schwierigkeit stellt der automatisierte Raumscan dar. „Das ist ein wichtiger Aspekt, wenn wir 2Sync wirklich umfassend auf den Markt bringen wollen“, sagt Zietemann. „Aktuell muss dieser Raumscan noch manuell vom Nutzer erstellt werden. Eine automatisierte Erfassung des Zimmers ist aber technologisch schon lange möglich: entweder mit dem Smartphone in der Tasche oder über die Kameras des VR-Geräts.“

Der manuelle Scan-Prozess soll für den Nutzer jedoch einfach und schnell möglich sein.

2Sync – Steckbrief