VW testet VR-Handschuh Senseglove Nova beim Montage-Training

VW testet VR-Handschuh Senseglove Nova beim Montage-Training

Senseglove und Volkswagen haben eine Fallstudie zum haptischen Handschuh Nova veröffentlicht – mit guten Ergebnissen. 

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Das Start-up Senseglove brachte 2021 den neuen VR-Handschuh Nova heraus, der trotz eines kompakten Formfaktors auch eine kräftige haptische Simulation bieten soll. Volkswagens Nutzfahrzeugsparte hat einen Bericht über den haptischen Handschuh veröffentlicht. Darin geht es um die Vorteile beim VR-Training mit Handschuh.

VR-Training mit vielen Vorteilen

Beim Montage-Training mit einer VR-Brille spart VW demnach Kosten ein, da weniger Trainierende die betriebsinternen Showrooms mit echten Fahrzeugen besuchen müssen. Neue Mitarbeitende benötigen zu Beginn ihres Trainings kein teures reales Vorserienmodell und können die Fahrzeugmontage sogar im Home-Office üben. Erst später müssen sie die virtuell erlernten Handgriffe auch an realen Nutzfahrzeugen umsetzen.

Fürs virtuelle Training wurden bisher VR-Controller verwendet. Vorteil: Trainierende können in VR keine Kratzer oder sonstige Schäden an Fahrzeugen hinterlassen. Nachteil: Die Interaktion ist mit VR-Controllern nicht natürlich. Trainees können etwa nicht wie in der realen Welt Objekte greifen und ihre Größe fühlen.

Des Weiteren hindert der herkömmliche VR-Controller einige Handbewegungen: Trainierende können ihre Finger nicht so realistisch wie mit einem Handschuh schließen oder Objekte wieder loslassen.

Haptische Handschuhe ersetzen VR-Controller

In der vorgestellten Fallstudie ändert sich das: Bei der virtuellen Installation einer Schiebetür am Kleinbus T6 kommen moderne haptische Handschuhe zum Einsatz.

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Anstatt sperriger künstlichen Gelenke setzt Senseglove seit dem Nova-Handschuh auf sehnenartige Fäden, die von einem Motor am Handrücken bewegt und von magnetischen Reibungsbremsen gestoppt werden. Sie simulieren bis zu zwei Kilogramm Gewicht pro Finger. Schwingspulenaktoren an Daumen und Zeigefinger imitieren das Tastgefühl per Vibration. Für das Tracking der Position nutzt der Hersteller Vive-Tracker auf den Handschuhrücken.

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„Sämtliche Auszubildenden, die das T6-Fahrzeugmontagetraining absolvierten, fanden die Arbeit mit dem SenseGlove Nova realistischer als mit dem Controller, einfach, weil sie mehr tun konnten, etwa Dinge anfassen. Es fühlt sich realistischer an“, erklärt Volkswagen-Ausbilder Marcos Antelo Barrio.

Trainierende seien nun in der Lage, beim Zugreifen montierbare Teile zu erfühlen und bei jedem Objekt Unterschiede bei Größe und Dichte zu ermitteln. Laut dem Bericht erfassten sie beim Verbinden von Teilen selbst Kollisionen intuitiv und spürten Feinheiten wie die Vibrationen einer Bohrmaschine. Im Zusammenspiel sorge all das für ein Montage-Erlebnis, das schon sehr nah am klassischen, physischen Training sei.

Der Preis für Senseglove Nova liegt bei 4.499 Euro netto.

Quellen: Senseglove

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