"Vreal" soll das Twitch der Virtual Reality werden

Plattformen wie Twitch und Youtube Gaming stehen vor einer neuen Herausforderung: Wie überträgt man Spiele, die nicht am Monitor, sondern in Virtual Reality stattfinden? Denn so wirklich gut lässt sich das virtuelle Erlebnis nur erfassen, wenn man selbst in die VR-Umgebung eintaucht. Das US-Startup Vreal hat dies erkannt und arbeitet an einer Lösung, die Zuschauer in laufende VR-Spiele beamt.

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Ein Redakteur von Venture Beat konnte eine frühe Version von Vreal ausprobieren. In die Virtual Reality begleitete ihn Todd Hooper, der CEO des Unternehmens, in Gestalt eines Panda. "Wir beamten uns in ein VR-Spiel namens Surgeon Simulator. Wir sahen einem anderen Spieler dabei zu, wie er einem Körper Organe entnahm. Wir konnten uns schrumpfen lassen und das Spiel aus allen Blickwinkeln betrachten. Der Spieler sah uns nicht, aber wir konnten uns über den Spielverlauf unterhalten und virtuelle Kameras aufstellen, um das Erlebnis zu filmen", schreibt Dean Takahashi.

Derzeit laufen erste Tests

Wann Vreal erscheint, ist noch unklar. Zugang zur Streamingsoftware haben derzeit nur Partner wie HyperRPG und Rooster Teeth, die testweise VR-Shows übertrugen. Mit Vreal können Streamer Kameras in der VR-Umgebung positionieren. Die Zuschauer dürfen anschließend zwischen den verschiedenen Ansichten hin- und herwechseln. Im Falle von Virtual Reality sei das besser, als das Geschehen aus der Sicht des Spielers mitzuverfolgen, meint Hooper. Der CEO leitet ein Entwicklerteam, das mittlerweile auf 20 Mitarbeiter gestiegen ist.

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Das Unternehmen will keine Konkurrenzplattform zu Twitch und Youtube Gaming aufbauen. Stattdessen will es mit den Plattformbetreibern zusammenarbeiten, um Vreal in die Dienste zu integrieren. "Wir sehen Twitch und Youtube als Plattformen, die uns ergänzen. Sie haben bereits ein Publikum", sagt Hooper. "Wenn dieses Publikum VR-Brillen hat, dann können wir ihnen das Erlebnis zeigen, das du gerade hattest und dieses auf die nächste Stufe heben."

Zwischen Gegenwart und Zukunft

Wenn Hooper von VR-Brillen spricht, dann meint er stationäre Geräte wie Oculus Rift, HTC Vive oder Playstation VR. An mobiler Virtual Reality sei sein Unternehmen noch nicht interessiert, da entsprechende VR-Brillen technisch eingeschränkt seien. Dennoch arbeitet das Team an Lösungen, mit denen auch Nutzer von Samsung Gear VR und Daydream View in den Genuss von Vreal kommen. So werde es möglich sein, das VR-Erlebnis als 360-Grad-Video zu streamen. Oder in 2D für herkömmliche Bildschirme.

"Wir wollen VR-Inhalte übertragen. Wenn du eine VR-Brille hast, kannst du diese in nativer Virtual Reality erleben. Das ist die ultimative Variante. Für den Rest des Publikums müssen wir den besten Weg finden, diese Erlebnisse zu teilen. Wir kümmern uns um diesen Übergang zwischen der Gegenwart und der VR-Zukunft, wie wir sie uns vorstellen. Wir bauen diese Brücke für die Leute", sagt Hooper.

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Geld verdienen will das Unternehmen mit Werbung, Abonnements und Premium-Inhalten. Auch an dem Verkauf digitaler Güter für Avatare sei das Startup interessiert. Diese hätten in der Virtual Reality einen höheren Stellenwert, da die virtuellen Gegenstände dort realer als auf Bildschirmen wirken. Dass es noch eine Weile dauern könnte, bis man mit der Anwendung Geld verdient, ist Hooper bewusst.

Deshalb liege der Fokus zunächst darauf, eine treue Kundschaft, indem man für ein möglichst ausgereiftes Nutzererlebnis sorgt. Sind diese Ziele erreicht, werde man Wege finden, die Plattform zu monetarisieren.

https://www.youtube.com/watch?v=mPSCCpQZp5Q

| Featured Image: Vreal | Source: Venturebeat