Im Nationalmuseum Israel in Jerusalem ermöglicht die VR-Brille Israelis den Blick über die Grenze nach Palästina.

“Visitors” heißt der Raum, in dem der Künstler Daniel Landau im Nationalmuseum Israel seine VR-Installation präsentiert. Der Raum ist zweigeteilt: Die eine Hälfte ist im jüdischen Stil eingerichtet, die andere gleicht einem typischen palästinensischen Zuhause. In beiden Raumhälften liegen VR-Brillen, die jeweils Geschichten einer arabischen und einer jüdischen Familie zeigen.

Besucher können sich die VR-Brille vor das Gesicht halten und bekommen so einen 360-Grad-Rundumeinblick in das Zuhause der Familien. Einzelne Familienmitglieder erzählen aus ihrem Leben.

Blick auf die Ausstellungsfläche. Bild: Landau

Blick auf die Ausstellungsfläche. Bild: Landau

Die palästinensische Familie, die sich für das Projekt hat filmen lassen, lebt nur rund zehn Kilometer vom Museum entfernt. Beide Familien leben weniger als 100 Meter auseinander  – getrennt durch eine Grenze aus Beton. Sie sind sich bislang nie begegnet.

Über 200.000 Menschen haben die Ausstellung laut Landau in den letzten drei Monaten besucht. “Ich war nie in einem arabischen Haus”, “Ich habe noch nie arabische Menschen getroffen” oder “Ich bin überrascht, wie familiär sie leben” sind laut Landau häufige Reaktionen auf die VR-Installation.

Raji Sebteen, der Palästinenser, der sich und seine Familie filmen ließ, bezeichnet die VR-Ausstellung als “einen guten Weg, um andere aufzufordern, an den Frieden zu glauben”. Jeder Israeli sei in seinem Haus willkommen.

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