Es ist keine neue Idee, berühmte Kunstwerke in die dreidimensionale Welt der Virtual Reality zu übertragen. Doch keine Anwendung setzt diese Idee so überzeugend um wie “Art Plunge”. Die Anwendung ist mit so viel Liebe und Sorgfalt gemacht, dass sie sich selbst Menschen anschauen sollten, die für Kunst nicht so viel übrig haben.

Derzeit sind, zumindest in der Vive-Version der Anwendung, nur zwei Gemälde für Virtual Reality umgesetzt. Jan Vermeers Briefleserin am offenen Fenster von 1657 und Mona Lisa von Leonardo Da Vinci. Steht man in der Virtual Reality vor den Gemälden, sieht man eine digitale Kopie des Originals vor sich. Erst wenn man das Bild betritt, zerfällt das Gemälde, und gibt den Blick auf das dreidimensionale Pendant frei. Danach wird man gleichsam in die andere Welt hinein gesogen.

Im Falle von Da Vincis Bild findet man sich in einem dunklen Raum direkt vor Mona Lisa wieder. Hinter ihr ist die Fantasielandschaft zu erkennen, die in dem berühmten Bildnis nur ausschnittweise zu sehen ist. Mona Lisa wirkt lebendig, da sie unmerklich die Finger bewegt und den Blick von Zeit zu Zeit abwendet, anstatt einem, wie in dem Gemälde, stets in die Augen zu schauen. Alles in allem gewinnt man den Eindruck, dass man sich in Da Vincis Atelier befindet und Mona Lisa geduldig Modell steht, darauf wartend, dass man die Staffelei, sowie Pinsel und Palette hervorholt.

In dem virtuellen Raum kann man sich zwar frei umsehen, aber nicht frei bewegen. Tritt man einen Schritt zur Seite, so setzt das Positionstracking aus. Das wird daran liegen, dass die Anwendung primär für mobile VR-Plattformen wie Samsung Gear VR und Google Daydream entwickelt wurde, die noch keine Kopfbewegungen in die Tiefe hinein erfassen können.

Art_Plunge_Vermeer

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