Kert Gartner, der unter anderem Mixed-Reality-Trailer für VR-Spiele produziert, hat eine neue Methode für das Drehen von VR-Videos entwickelt. Neu ist, dass die gefilmte Person komplett durch einen Avatar ersetzt wird. Damit tun sich neue Möglichkeiten auf, günstig CGI-Filme zu produzieren.

Kabetec VR-Brille

Im Grunde kann man  nur noch eingeschränkt von Mixed-Reality sprechen, da in den neuen Video nur noch die Bewegungen der realen Person zu sehen sind, nicht jedoch diese selbst. Laut Gartner mache diese Art der Aufzeichnung genau dann Sinn, wenn man ohnehin erwartet, dass die Person in der gezeigten Anwendung in Gestalt eines Avatars erscheint.

Gartner nennt als Beispiel die Social-VR-App Rec Room, die auf Avatare im Comic-Look setzt. Würde man hingegen eine Anwendung wie Google Earth VR vorführen wollen, wären klassische Mixed-Reality-Videos besser geeignet, da die App auf eine solche Abstraktion verzichtet: Man betritt Google Earth VR als man selbst, was im offiziellen Trailer auch so gezeigt wird.

Gartners Methode hat gegenüber dem Drehen klassischer Mixed-Reality-Videos mehrere Vorteile. Zum Beispiel kann man auf die Green-Screen-Technologie und aufwendige Nachbearbeitungen komplett verzichten. Außerdem fügt sich der Avatar visuell besser in die virtuelle Umgebung ein und kann aus größerer Entfernung aufgenommen werden, was bei Mixed-Reality-Videos nur sehr schwierig umzusetzen wäre.

Gartner hat mit der Methode einen neuen Trailer für Space Pirate Trainer produziert, in welchem Kamerafahrten zu sehen sind, die den Spieler aus der Entfernung zeigen. Hierfür kam eine virtuelle Kamera zum Einsatz, die entweder an einem Droiden befestigt oder per Xbox Controller selbst bewegt wurde.



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