Darf es zum Tomatensaft noch eine VR-Brille sein?

Die US-Fluglinie Alaska Airlines bietet auf ausgewählten Flügen Passagieren in der ersten Klasse eine VR-Brille – oder eher Videobrille – an. Die Brillenträger können zwischen klassischen Filmen auf der großen virtuellen Leinwand oder 360-Grad-Inhalten entscheiden.

Als Abspielgerät kommt “SkyLights’ Allosky Cinematic VR-Brille” zum Einsatz. Die Brille hat zwei Displays mit 1920 mal 1080 Bildpunkten pro Auge und unterstützt 2D-, 3D- und 180-Grad-Inhalte. Optisch erinnert sie eher an eine herkömmliche Sonnenbrille, was der Akzeptanz unter den Passagieren zuträglich sein dürfte.

Die Brille kann mit dem Sitz verbunden werden, außerdem ist ein Qualcomm-Prozessor verbaut.

2D- und 180-Grad-Videos

Passagiere können aktuelle Filme auswählen wie Three Billboards Outside Ebbing, Missouri, Ready Player One in 3D von Studios wie 20th Century Fox und Warner Brothers. Außerdem soll die Brille Inhalte von Netflix, Amazon Prime, YouTube und Hulu streamen können.

Ergänzend dazu gibt es 360-Grad-Videos mit Blickfreiheit, zum Beispiel von einem Konzert oder einer Artisten-Show. Bei der Auswahl der Videos wurde darauf geachtet, dass sich die Handlung vorne abspielt. Herumdrehen im Flugzeugsitz ist nämlich blöd.

Die Ankündigung folgt auf eine Untersuchung der niederländischen Flugforschungsorganisation NLR, nach der Passagiere mit VR-Brille so abgelenkt sein können, dass sie eine Notfallsituation nicht bemerken.

Das vorläufige Fazit lautete: Die VR-Brille erschwere die Kommunikation zwischen Crew und dem Nutzer, beeinflusse daher den Service an Bord und stelle ein mögliches Sicherheitsrisiko dar. Neben Alaska Airlines experimentieren weitere Fluglinien mit VR-Entertainment an Bord.


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