Der ehemalige Illusionist Curtis Hickman entwarf früher Zaubertricks für David Copperfield. Heute kreiert er VR-Erfahrungen für die Highend-VR-Arcade The Void. In einem Interview erklärt Hickman, weshalb Virtual Reality aus seiner Sicht kein Storytelling-Medium ist.

Kabetec VR-Brille

The Void betreibt mittlerweile zehn Arcades in den USA, dem Vereinigten Königreich und Dubai. Die Anlagen bieten kabellose VR-Technik, Bewegungsfreiheit, spezielle Eingabegeräte und sogenannte “Hyper-Reality”, bei der sich die digitale und physische Welt perfekt überlagern, sodass virtuelle Wände und Gegenstände haptischen Widerstand bieten.

Für die VR-Erfahrungen arbeitet das Unternehmen unter anderem mit Disney zusammen und bietet in London ein exklusives Star-Wars-VR-Erlebnis an (siehe Test). Hickman entwarf das VR-Szenario so, dass Orte und Charaktere der Weltraumsaga darin vorkommen, aber ohne den Teilnehmern eine vorgefertigte Geschichte aufzuzwingen. Ein nichtlineares VR-Erlebnis sei das Ziel von The Void.

Alte Erzählparadigmen treffen auf Virtual Reality

“Geschichtenerzählen ist eine einseitige Kommunikation. Ich erzähle eine Geschichte und du hörst zu”, sagt Hickman der Webseite The Drum. “Wenn du eine Geschichte erzählen willst, dann mache einen Film, ein Buch, einen Blog, aber nutze nicht ein interaktives Medium. Wenn du mit Virtual Reality arbeitest, musst du anerkennen, dass die Person in der virtuellen Welt die Entscheidungsmacht hat”, rät Hickman.

Das würden Hollywood-Studios nur schwer verstehen. Hickman erinnert sich an Gespräche, in denen Filmproduzenten darauf beharrten, dass die VR-Erfahrung einen entscheidenden Moment enthält, der sich vor den Augen der Besucher abspielen müsse. “Gut, aber was passiert, wenn sie genau in diesem Moment woanders hinkucken oder die Augen schließen?”

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