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Snapchats AR-Offensive: AR-Spiegel, Festival-Maps & mehr

Snapchats AR-Offensive: AR-Spiegel, Festival-Maps & mehr

Snaps Augmented-Reality-Spiegel sollen das Einkaufserlebnis im Einzelhandel verbessern. Außerdem sollen Maps, Bitmojis und Chats AR-Updates erhalten.

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Snap hat ein Update seiner AR Enterprise Services (ARES) vorgestellt. Die Initiative stellt Unternehmen, die Snaps Technologie in ihren eigenen Produkten einsetzen möchten, AR-Tools und Know-how zur Verfügung. Neu im ARES-Portfolio sind die AR Mirros.

Dabei handelt es sich um Bildschirme, die die physische Umgebung widerspiegeln und mit virtuellen Elementen anreichern. Laut Snap wurde die Technologie bereits von Men's Wearhouse und Nike getestet. Coca-Cola entwickelt damit einen AR-fähigen Verkaufsautomaten, der über Handgesten gesteuert wird.

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Die Idee von Snap ist nicht neu. Erst kürzlich platzierte die AR-Modeplattform Zero10 Augmented-Reality-Spiegel in ausgewählten Tommy-Hilfiger-Geschäften.

Live Garment Transfer und Shopping-Suite

Zusammen mit den AR Mirrors präsentierte Snap das Live Garment Transfer-Tool. Es ermöglicht Einzelhändlern, 3D-Assets in Lens Studio hochzuladen und erleichtert so die Erstellung von AR-Assets.

Neu ist auch die Shopping-Suite. Unternehmen können über ein Front-End-Dashboard und eine Back-End-Infrastruktur darauf zugreifen. Hier erstellen und verwalten sie ihre AR-Assets, bauen AR-Erlebnisse auf, organisieren 3D-Asset-Kataloge und implementieren das Shopping Suite SDK.

Einzelhandel verzeichnet Erfolge durch den Einsatz von AR

Die Shopping-Suite beinhaltet auch Funktionen wie AR Try-On und 3D Produktvisualisierung. Sie sollen Einzelhändlern durch ein verbessertes Einkaufserlebnis zu höheren Umsätzen verhelfen.

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Laut Snap haben Kund:innen des Sonnenbrillenverkäufers Goodr nach der Nutzung von AR Try-On mit 81 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit Produkte in den Warenkorb gelegt. Beim Bekleidungshersteller Gobi Cashmere führten die Funktionen der Shopping-Suite angeblich zu viermal mehr Konversionen.

Exklusive Snapchat-Features auf Festivals und Konzerten

Neben der Einführung von AR Mirrors und der Shopping-Suite hat Snap weitere Neuerungen und Partnerschaften angekündigt. Das Social-Media-Unternehmen ist eine Kooperation mit Live Nation eingegangen, um AR-Funktionen auf 16 große Festivals weltweit zu bringen. Besucherinnen und Besucher können beispielsweise auf einen AR-Kompass und spezielle Snapchat-Linsen zugreifen.

Eine Frau auf einem Festival. Sie sieht auf ihr Handy. Vor ihr ist eine 3D-Ansicht des Festivals auf dem sie sich befindet.

Durch die Kooperation zwischen Snap und Live Nation könnt ihr auf ausgewählten Festivals weltweit auf 3D-Karten zugreifen. | Bild: Snap

Darüber hinaus arbeitet Snap mit Disguise zusammen, dem Marktführer für Live-Event-Visualisierung. Aus dieser Partnerschaft sollen AR-Inhalte entstehen, die bei verschiedenen Konzerten zum Einsatz kommen.

Snap überarbeitet auch die anpassbaren Snapchat-Avatare. Derzeit sehen die Bitmoji wie Cartoon-Figuren aus, in Zukunft sollen sie ihren realen Vorbildern durch realistische Proportionen, Schattierungen und Beleuchtung ähnlicher werden.

Neue Bitmojis und mehr Funktionen für My AI

Darüber hinaus plant Snap die Einführung weiterer digitaler Kleidungsstücke bekannter Marken, mit denen die Bitmoji eingekleidet werden können. Nach der Veröffentlichung einer Converse-Kollektion im vergangenen Jahr wurden nun Kleidungsstücke angekündigt, die von bekannten Marvel-Figuren inspiriert sind.

My AI ist Snapchats auf ChatGPT basierender Chatbot. Auch ihm spendiert Snap einige Neuerungen. Snapchat-Nutzer:innen können den Chatbot zu Gruppenchats hinzufügen und ihn um Empfehlungen zu Snapchat-Effekten und -Filtern oder Orten auf Snap Map bitten.

Ob und welche der neuen Funktionen auch in die AR-Brille Snap Spectacles integriert werden, ist noch nicht bekannt. Bei der Präsentation lag der Fokus eindeutig auf der Snapchat-Smartphone-App. Viele der Neuerungen würden aber auch gut zu den Snap Spectacles passen, wie etwa die AR-Effekte bei Konzerten oder der AR-Kompass bei Festivals.

Quellen: TechCrunch | VentureBeat