Quest Pro 2: Diese 8 Features wünscht sich Metas Ex-VR-Chef

Quest Pro 2: Diese 8 Features wünscht sich Metas Ex-VR-Chef

Metas ehemaliger VR-Chef Hugo Barra glaubt, dass Quest Pro 2 ein Wendepunkt für Meta werden könnte und nennt seine Features-Wunschliste.

Hugo Barra war von 2017 bis 2021 VP of VR bei Meta und begleitete in dieser Funktion unter anderem die Entwicklung von Oculus Go, Oculus Quest 1 und 2 sowie der Ray-Ban Stories.

Aktuell ist Hugo Barra Vorsitzender des Gesundheitsunternehmen Detect. Trotz jahrelanger Abwesenheit dürfte er noch immer Kontakte zu seinen Kollegen bei Meta pflegen und ist ein langjähriger Freund Mark Zuckerbergs.

In einem 12.000 Worte starken Essay setzt er sich eingehend mit Apple Vision Pro auseinander und schreibt, dass die Zeit für Metas "Android-Moment" gekommen sein könnte.

Er glaubt offenbar, dass sich Meta im Bereich der Gesichtscomputer zur gleichen Marktposition aufschwingen könnte, die Google seit vielen Jahren auf dem Smartphone-Markt innehat. Eine gewagte These.

Apple und Meta als die zwei dominierenden Akteure, die den XR-Markt unter sich aufteilen? Diese Vision ist noch weit von der Wirklichkeit entfernt. Meta hat aktuell ein Quasi-Monopol inne, während Apple gerade erst eingestiegen ist und einen weiten Weg vor sich hat.

Hugo Barra: Acht Features, die Quest Pro 2 benötigt

Am Ende seines Essays nennt Barra eine Features-Wunschliste für Quest Pro 2. Sie besteht aus acht Punkten.

"Um diesen Moment und die durch die Markteinführung der Vision Pro geschaffene Chance wirklich zu nutzen, muss Meta sicherstellen, dass es bis Mitte 2025 ein VR-Headset auf den Markt bringt, das auf dem Nutzungsgoldstandard der Vision Pro aufbaut, als auch objektiv in so vielen Bereichen, wie möglich ein besseres Produkt ist. Meta muss unbedingt verhindern, dass sich das unerklärliche Debakel der ersten Quest Pro von 2022 wiederholt."

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Seine Wunschliste besteht aus folgenden Punkten:

  1. Meta soll verstärkt in Micro-OLED-Displays investieren und Displays verbauen, die an diejenige der Vision Pro herankommen. Er vermutet, dass die Partnerschaft zwischen Meta und LG diesem Zweck dient.
  2. Meta soll ein ergonomisches Headset entwickeln, das man zwei bis vier Stunden bequem tragen und bei dem man zwischen interner oder externer Batterie wählen kann.
  3. Meta soll ein besseres Passthrough als Vision Pro hinbekommen, ohne Bewegungsunschärfe, mit HDR-Unterstützung und einem besseren Weißabgleich.
  4. Meta soll das Eingabeschema der Vision Pro (Blick- und Handsteuerung) auf die nächste Stufe bringen, indem es die Forschung der Reality Labs in diesem Bereich in Produkte überführt.
  5. Meta soll sich mit Microsoft zusammentun, um Windows-PCs auf eine Weise mit Quest Pro 2 zu integrieren, die hohe Produktivität ermöglicht.
  6. Meta soll Android-Tablet-Apps mit Quest Pro 2 kompatibel machen, entweder durch eine Partnerschaft mit Google, die derzeit unwahrscheinlich ist, oder durch einen kuratierten Tablet-App-Store.
  7. Meta soll Codec-Avatare unterstützen für fotorealistische Telepräsenz.
  8. Meta soll hochauflösendes Raum-Scanning und Teleportation bringen, die es Nutzer:innen ermöglichte, sich gegenseitig in digitalen Abbildern physischer Räume zu besuchen.

Wie realistisch ist die Wunschliste?

Hugo Barras Auflistung ist eine Wunschliste, keine Prognose. Sie klingt vernünftig und enthält viele wichtige Features, die eine Quest Pro 2 idealerweise hätte, um mit Vision Pro zumindest gleichzuziehen oder diese zu übertreffen.

Die Punkte 2, 3 und 4 erachte ich als umsetzbar, wobei Meta ganz sicher keine externe Batterielösung anstreben wird. Dass die Punkte 7 und 8 schon in Quest Pro 2 Eingang finden, halte ich für unrealistisch, zumindest in der fortgeschrittenen Form, in der wir diese Features bisher gesehen haben. Die Punkte 1, 5 und 6 liegen teilweise außerhalb von Metas Einfluss.

Meta selbst hat sich bislang nicht zu einem Nachfolger der Quest Pro geäußert. Gesichert ist nur, dass Meta und LG an einem Headset der nächsten Generation arbeiten, dessen Produktname nicht bekannt ist.

Diversen Berichten zufolge schickt Meta in ersten Jahreshälfte 2025 ein Vision-Pro-Konkurrenzprodukt ins Rennen, das circa 2.000 US-Dollar kosten soll.

Quellen: Hugo Barra