Mit der VR-Brille wenden deutsche Forscher vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ein bekanntes Experiment der Verhaltensforschung erstmals unter Laborbedingungen auf den Menschen an.

Kabetec VR-Brille

Die sogenannte “Elevated Plus Maze” ist eine gängige Methode, um das Angstverhalten von Mäusen oder Ratten unter verschiedenen Rahmenbedingungen zu beobachten, zum Beispiel unter dem Einfluss von Medikamenten oder nach genetischen Veränderungen.

Die Nagetiere werden auf zwei zu einem T geformte Laufbahnen gesetzt. Der T-Balken bietet eine Art Höhle als Schutz, der T-Strich ist offen. Die zugrundeliegende Überlegung des Experiments: Umso ängstlicher die Tiere sind, desto eher und länger halten sie sich im geschützten Bereich auf, anstatt die offene Laufbahn zu untersuchen.

Virtual Reality macht das T-Experiment für Menschen nutzbar

Bislang konnte dieses Experiment insbesondere aus logistischen Gründen und wegen des hohen Aufwands im Labor nur für Nagetiere umgesetzt werden, nicht jedoch direkt am Menschen. Verhaltensforscher setzen voraus, dass das Angstverhalten der Nagetiere mehr oder minder auf den Menschen übertragbar ist.

Mit der VR-Brille kann das T-Experiment laut einer neuen Untersuchung direkt auf Menschen angewandt werden. Denn in der Virtual Reality kann der Verhaltensforscher dem Brillenträger potenziell jedes Szenario vortäuschen.

| verhaltensforschung vr

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