Bravo Team für Playstation VR war ein Hoffnungsträger für das VR-Shootergenre. Doch das Spiel erschien in einem unfertigen Zustand und wurde von Kritikern und Spielern zerrissen. In einem Interview beschreiben anonym bleibende Mitarbeiter die schwierigen Entwicklungsbedingungen und geben dem Management die Schuld.

Bei Metacritic liegt die Durchschnittswertung der Kritiker bei 45 Prozent, die Spieler selbst gaben dem Titel 47 von möglichen 100 Punkten. Die häufigsten Kritikpunkte sind Bugs, ödes Leveldesign und schlechte KI.

Dabei ist das Entwicklerstudio Supermassive Games eigentlich für Qualität bekannt: Es schuf Until Dawn und dessen VR-Spinoff Rush of Blood, das als eines der besten PSVR-Spiele gilt.

In einem Gespräch mit Eurogamer äußern sich verantwortliche Mitarbeiter zum missglückten Spiel, das in nur 13 Monaten fertiggestellt wurde. Die Kombination aus zeitlichem Druck und unrealistisch hohen Erwartungen seitens des Managements habe die Entwicklung negativ beeinflusst. “Wir sollten ein Spiel machen, das die Konventionen des modernen Ego-Shooters einhält, aber sämtliche unrealistischen und unfilmischen Elemente vermeidet”, sagt ein Mitarbeiter.

Die Integration eines klassischen HUDs wurde ebenso untersagt wie frei schwebende Hände und Navigationsspunkte. “Der Anspruch an Hollywood-Realismus kam uns überall in die Quere.” Als die Zeit knapp wurde und trotz angestrengter Versuche keine brauchbaren Design-Alternativen gefunden wurden, nahm das Team diese Elemente dennoch ins fertige Spiel auf.

Unrealistische Erwartung…

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