Oculus Rift: Oculus-Touch-Demo zeigt "Fingerpräsenz" *Update*

Oculus Rift: Oculus-Touch-Demo zeigt

Update vom 29. Juni:

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Neben den drei unten genannten Zuständen können die Touch-Controller offenbar noch einen vierten Status erkennen. Den nennt Oculus VR offiziell "Neartouch". Das beschreibt den Zustand, wenn der Finger noch nicht auf einem Button aufliegt, sondern nur knapp darüber schwebt. Bisher ist das Feature noch nicht im Oculus SDK integriert, wird aber in der offiziellen Dokumentation und von einem Entwickler bereits bestätigt. Wie genau man Neartouch sinnvoll in VR-Anwendungen integrieren kann, ist noch nicht bekannt. Denkbar wären flüssigere Animationen der Finger, die das Gefühl der Fingerpräsenz verbessern.

Weiterhin soll eine ergonomisch verbesserte Version der Oculus-Touch-Controller im Umlauf sein, die bislang noch nicht öffentlich demonstriert wurde. Aufgrund des Updates sollen die Touch-Controller nun potenziell besser bei Room-Scale-VR trackbar sein. Auch die Rundung am unteren Ende soll nun nicht mehr beim Ducken oder Kriechen stören. Jason Rubin, verantwortlich für Inhalte bei Oclus VR, bestätigte die Existenz des neuen Controllers bereits in einem Interview. Laut Rubin wolle sein Unternehmen die Positionierung bezüglich Room-Scale-Anwendungen bis zum Launch der Touch-Controller noch einmal überdenken. Voraussichtlicher Starttermin für Oculus Touch ist der kommende Oktober.

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Ursprüngliche Meldung:

Während die Vive-Controller von HTC in erster Linie die Handpräsenz im virtuellen Raum ermöglichen - ein wichtiger Schritt - gehen die 3D-Controller Oculus Touch noch ein Stück weiter und erkennen, zumindest rudimentär, einzelne Fingerbewegungen.

Bewegungen des Daumens und des Zeigefingers werden jeweils individuell erkannt, Mittel- und Ringfinger sowie der kleine Finger sind zu einer dritten Einheit zusammengefasst. Alle fünf Finger, so wie es im Titel des unten gezeigten Videos steht, werden demnach nicht einzeln erkannt, aber offenbar war die Illusion in Virtual Reality überzeugend genug, um den Tester zu täuschen.

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Das Tracking der Finger passiert direkt am Touch-Controller, insgesamt gibt es drei Zustände: Der Button, auf dem der Finger liegt, wird gedrückt, er wird nicht gedrückt oder der Finger liegt gar nicht erst auf dem Button - ein integrierter Sensor erkennt, ob ein Finger angehoben wird. Oculus Touch trägt den Namen also aus gutem Grund. In Kombination mit den analogen Triggern soll so ein natürliches Handgefühl in Virtual Reality entstehen, das zwar nicht so exakt ist wie beispielsweise mit der 3D-Kamera Leap Motion, dafür sind die virtuellen Hände aber deutlich robuster und universaler einsetzbar.

Angeblich legte Facebook-Chef Marc Zuckerberg besonderen Wert auf das virtuelle Handgefühl, da er sich davon gerade bei sozialen VR-Anwendungen eine glaubhaftere Interaktion via Handgesten erhofft - man denke an den berüchtigten Facebook-Daumen hoch. Eine Reihe dieser Handgesten gab es schon in der letzten Social-VR-Demo auf Facebooks Entwicklerkonferenz F8 zu sehen.

Ein Veröffentlichungsdatum der Touch-Controller ist noch nicht bekannt, zuletzt nannte Oculus VR die zweite Jahreshälfte 2016 als Zeitfenster. Wahrscheinlich wird es Herbst, dann sollen nämlich auch die ersten exklusiven Touch-Spiele erscheinen, unter anderem das im Video unten demonstrierte "The Unspoken" von Insomniac Games, das für November angekündigt ist.

Ebenfalls nicht bekannt ist der Preis der 3D-Controller. Schätzungen reichen von 80 bis 150 US-Dollar, immerhin wird Oculus Touch mit einer zweiten Trackingkamera ausgeliefert, die an der Vorderseite des Trackingbereichs montiert werden soll, um möglichen Problemen durch Verdeckung vorzubeugen. Der Verkauf wird wohl, so wie schon bei Oculus Rift, im offiziellen Oculus Store stattfinden. Vorbesteller von Oculus Rift konnten sich beim Kauf der VR-Brille auch eine Option auf die 3D-Controller sichern und werden zuerst bedient.

| Featured Image: Oculus VR