Melita ist einer der schönsten VR-Animationsfilme für Oculus Rift. Ich habe mir die Oculus-Go-Version angesehen. Kommt die Kopfdreh-VR-Variante an das Original heran?

Das Ende der Menschheit steht kurz bevor: Die Folgen des Klimawandels haben die Lebensgrundlagen zerstört und drohen, die menschliche Zivilisation komplett auszulöschen.

Wer noch lebt, schaut gebannt gen Nordpol: Dort, in einer Forschungsstation, suchen zwei ungewöhnliche Frauen unter Hochdruck nach einem bewohnbaren Planeten, auf den die Menschheit ausweichen könnte.

Da ist zum einen die Wissenschaftlerin Anaaya, zum anderen die titelgebende Figur Melita, ein von Menschenhand geschaffenes, hochbegabtes KI-Wesen, das aus Fleisch und Blut zu bestehen scheint.

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Melita sucht nach der Nadel im Heuhaufen. BILD: Future Lighthouse

Der VR-Film handelt von der Beziehung dieser beiden Frauen und ihrem Versuch, die Menschheit vor dem Untergang zu retten. Dabei berührt er in eindringlichen Szene philosophische Fragen nach der Bestimmung des Menschen.

Den Geist des Originals eingefangen

Mit der Rift-Version kann man den Film auf gleich drei Arten erleben: Als klassische Filmmontage, aus der Perspektive eines Riesen und als interaktiver Schauplatz.

Die Go-Version beschränkt sich auf die reine Filmfassung und kommt in Form eines im Vergleich leider recht unscharfen 360-Grad-Videos, das aber immerhin in stereoskopischem 3D vorliegt. Dadurch wirken die Umgebung und die Figuren plastischer.

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Die Figuren sind liebevoll gestaltet und animiert. BILD: Future Lighthouse

Den Zauber des Originals mit seinem wunderschönen Animationsstil, spektakulären Kamerafahrten und der zum Nachdenken anregenden Thematik fängt die technisch abgespeckte mobile Version gut ein. Ebenso die atemberaubend schöne Nachtszene, in der die beiden Hauptfiguren auf einem Kahn durch das Polarmeer gleiten. Wer VR-Animationsfilme liebt und nur eine Oculus Go besitzt, darf also zugreifen.

Melita: A Human Journey war als Auftakt zu einer dreiteiligen Serie geplant. Dazu wird es nicht mehr kommen: Das spanische VR-Studio Future Lighthouse stellte Anfang 2018 den Betrieb ein.

Melita ist im Oculus Store für Oculus Go (zwei Euro) und Oculus Rift (fünf Euro) erhältlich.

Titelbild: Future Lighthouse

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