Musks Neuralink: Hirn-Computer-Interface in acht bis zehn Jahren möglich

Musks Neuralink: Hirn-Computer-Interface in acht bis zehn Jahren möglich

Ab sofort darf spekuliert werden, was wohl zuerst passiert: die flächendeckende Verbreitung von Elektroautos, eine Reise zum Mars oder Kommunikation mittels Telepathie. Was auch immer davon wahr wird, der PayPal-Milliardär Elon Musk könnte seine Finger im Spiel haben.

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Ende März wurde bekannt, dass Musk das Unternehmen "Neuralink" gründete, das sich im Schwerpunkt mit "medizinischer Forschung" beschäftigt. Konkret geht es um neue Gehirn-Maschine-Schnittstellen.

Kleine Elektroden im Gehirn sollen eines Tages dazu in der Lage sein, Gedanken eines Menschen in die Cloud hoch- oder herunterzuladen. Musk möchte auf diese Art eine neue Form der Sprache, vergleichbar mit Telepathie, entwickeln. Menschen könnten Ideen und Konzepte in Windeseile austauschen, ohne diese vorher in Sprache übersetzen zu müssen, die dann vom Gegenüber wiederum interpretiert werden muss.

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Laut Musk ist die Technologie nicht einmal ansatzweise die weit entfernte Science Fiction, nach der sie im ersten Moment klingt. Er schätzt, dass Neuralink in den kommenden vier Jahren ein Produkt auf den Markt bringen wird, das Menschen mit Behinderung unterstützt. In mindestens acht bis zehn Jahren könnten kommerziell verfügbare Gehirn-Computer-Interfaces marktreif sein.

Musk will die großen Bedrohungen der Menschheit beseitigen

Die Gründung von Neuralink passt in Musks Konzept, Bedrohungen beseitigen zu wollen, von denen er annimmt, dass sie die Menschheit vernichten könnten. Das Elektroauto soll die Umwelt schonen, die Rakete zum Mars ist der Notfallplan für die Kolonialisierung eines fremden Planeten und die Technologie von Neuralink schützt uns potenziell vor einer übergriffigen künstlichen Intelligenz, indem sie den Menschen selbst zum Cyborg hochzüchtet.

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Neben Musk sprach Facebook-Gründer Marc Zuckerberg Anfang der Woche offen über Pläne, mit neuen Formen von Gehirn-Computer-Interfaces Telepathie und Gedankensteuerung zu ermöglichen. In Facebooks Zukunftslabor "Building 8" forschen rund 60 Wissenschaftler an einer technischen Lösung, mit der sich Gedanken in Text umwandeln lassen.

Für Virtual und Augmented Reality würden solche Interfaces einen grundlegenden Durchbruch im Umgang mit digitalen Welten und räumlichen Inhalten bedeuten. Womöglich könnte damit das Problem der Fortbewegung in virtuellen Welten, die wie gehabt Übelkeit auslösen kann, endgültig gelöst werden.

Auf der F8 gewährte Facebook Einblick in die neuste Forschung. Das Ziel ist, Gedanken in Sprache umzuwandeln und über die Haut zu übertragen.

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| Featured Image: Pixabay | Source: Wait But Why