Mojo Vision: AR-Kontaktlinse startet mit Nutzertests

Mojo Vision: AR-Kontaktlinse startet mit Nutzertests

Mojo Vision testet die eigene Tech-Kontaktlinse Mojo Lens zunächst intern und mit ausgewählten Personen, um dann im nächsten Schritt medizinische Tests zu bestehen.

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Falls du Mojo Vision noch nicht kennst, kannst du hier alle Informationen zum Unternehmen und dem aktuellen Prototyp Mojo Lens nachlesen.

Kurz: Die Tech-Linse hat Miniatur-Batterien und ein Mikro-Display sowie Sensorik für Bewegungserkennung verbaut. So kann sie digitale Informationen direkt im Auge anzeigen. Gesteuert wird sie unter anderem per Eye-Tracking. Als Zuspieler dient ein im Nacken getragener Computer mit proprietärer Drahtlostechnologie für eine möglichst latenz- und störungsfreie Übertragung.

Mojo Vision will die Kontaktlinse zuerst für medizinische Anwendungen und dann für spezielle Nutzungsszenarien wie Sport und Navigation vermarkten.

Drew Perkins hat was im Auge

Auf dem Weg zur Marktreife startet das Team jetzt mit internen Tests: Zunächst trägt CEO Drew Perkins erstmals den Feature-vollständigen Prototyp regelmäßig für circa eine Stunde. Die Tests starten mit einer Linse, in der Zukunft könnten zwei Linsen in beiden Augen eine 3D-Ansicht ermöglichen.

Perkins nutzte bei seinen ersten Tests laut eigenen Angaben einen Kompass für die Orientierung, sah sich Bilder an und lass von einem digitalen Teleprompter ab.

Nach Perkins sollen weitere Entscheider:innen im Unternehmen die Linse regelmäßig im Alltag testen.  Ziel sei es zunächst, die grundlegenden Funktionen wie eine stabile Drahtlosverbindung zu validieren. Ab Ende des Jahres sollen dann Personen außerhalb des Unternehmens die Linse testen, etwa interessierte Sportler:innen, Journalist:innen und Investor:innen.

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Letztere sind besonders wichtig, denn um das ambitionierte Produkt tatsächlich bis zur Marktreife zu bringen, wird Mojo Vision weiteres Cash benötigen. Derzeit hat das 2015 gegründete Start-up rund 100 Angestellte bei einer Finanzierung von 205 Millionen US-Dollar – das ist wenig Geld für die Erfindung einer komplett neuen und höchst anspruchsvollen Technologie.

FDA-Zulassung ist das große Ziel

Die jetzt anlaufenden Tests beschreibt Perkins als Meilenstein auf dem Weg zur FDA-Zulassung. Die wiederum ist Voraussetzung für das erste Produkt für den medizinische Einsatz und Nischenszenarien wie Spitzensport.

„Mit diesem Fortschritt haben wir jetzt eine Testplattform, die uns hilft, Mojo Lens zu verfeinern und zu entwickeln, um es schließlich bei der FDA zur Marktzulassung einzureichen. Um dies zu erreichen, werden wir mehrere klinische Studien durchführen, um die Fähigkeiten zu testen und Feedback zu Software und Apps zu geben“, erklärt Perkins.

Einen konkreten Zeitplan bis zur FDA-Zulassung nennt Perkins nicht. Das Start-up gab zuletzt einen Zeitrahmen von fünf Jahren bis zum ersten Produkt an.

Quellen: Mojo Vision

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