Neue Technologie verlangt nach neuen Gesetzen und Regeln. In der US-Stadt Milwaukee sollen Parks vor Augmented-Reality-Horden geschützt werden. Ein AR-Entwickler wehrt sich gegen einen entsprechenden Erlass und reicht Klage ein.

Kabetec VR-Brille

Ein Erlass in der US-Stadt Milwaukee schreibt seit dem 1. Januar 2017 vor, dass Entwickler von AR- und VR-Anwendungen vor der Veröffentlichung ihrer App ein Prüfverfahren durchlaufen müssen, bei dem die “Angemessenheit der Anwendung” untersucht wird. Außerdem muss ein Versicherungsnachweis über eine allgemeine Haftpflicht mit einem Deckungsbeitrag über eine Million US-Dollar eingereicht werden.

Grund für diese Regelung ist der enorme Hype rund um “Pokémon Go” im vergangenen Jahr. In Milwaukee und überall auf der Welt versammelten sich Menschen in großen Gruppen und fielen teils wie Heuschrecken über ausgewählte Orte her, um Pokémon zu fangen.

Die Folgen des immensen Betriebs: Lautstärke, Hektik, Müll. Das sind keine idealen Voraussetzungen für einen entspannten Spaziergang durch den Park. Der Erlass soll dafür sorgen, dass öffentliche Orte, die der Erholung dienen, nicht mehr als digitaler Spielplatz registriert werden.

Entwickler wehrt sich gegen Restriktionen

Das Entwicklerstudio Candy Lab AR arbeitet an einer Art Augmented-Reality-Poker. Ähnlich wie bei der Jagd nach Pokémon müssen sich Nutzer an reale Ort begeben, um Spielkarten einzusammeln.

Das Studio fühlt sich durch den Erlass der Stadt Milwaukee im Recht auf Meinungsfreiheit beschränkt und möchte sich der Regulierung nicht unterwerfen. Der Erlass sei schwammig formuliert, es existiert außerdem keine Unterscheidung zwischen Apps mit vielen Nutzern wie Pokémon Go und solchen, die deutlich weniger Spieler haben, sodass si…

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