Gerademal acht Monate ist es her, dass Jeff Gattis auf der Mobile World Conference die Bühne stürmte und der Weltöffentlichkeit HTC Vive präsentierte. Die Ankündigung war seinerzeit einigermaßen überraschend, bis dato war Oculus Rift mehr oder minder der einsame Herrscher über die virtuelle Realität.

HTC stellte mit der VR-Brille Vive aber nicht nur ein ähnliches Produkt vor, sondern sogar eines, das das große Vorbild sofort übertrumpfen konnte: Zwei spezielle Bewegungscontroller und ein ausgereiftes Tracking-System machen HTC Vive auf Anhieb zum Liebling der VR-Enthusiasten.

Zwar verlor Oculus Rift deshalb nicht an Popularität, aber HTC rangierte auf Augenhöhe – damit hatte niemand gerechnet. Jeff Gattis war das offenbar noch nicht genug. Der Marketing-Manager wechselte nur wenige Monate später im Juni dieses Jahres von HTC zu Magic Leap, dem steinreichen Start-Up, das unter anderem von Google und ähnlich namhaften Unternehmen mit über 500 Millionen US-Dollar gepampert wurde, um eine neuartige Augmented-Reality-Technologie zu entwickeln.

Das Ziel von Magic Leap: Das Smartphone als populärstes Interface ablösen. “Alles, was man mit einem Smartphone machen kann, kann man auch mit Magic Leap machen”, verkündete Ende Oktober Rio Caraeff, Content-Chef bei Magic Leap.

Angeblich bereitet sich Magic Leap gerade auf eine neue Investorenrunde vor, die Rede ist von bis zu eine Milliarde US-Dollar, die in die Weiterentwicklung der Technologie fließen sollen. Außerdem laufen laut Caraeff die Pläne für die Produktion bereits an, Millionen der Geräte sollen produziert werden. Das ist deshalb so kurios, da man bis dato bis auf eine wenig aussagekräftige Tech-Demo und viele vollmundige Versprechungen fast nichts über Magic Leap weiß.

Die Kalifornier halten alle Informationen streng unter Verschluss. Außer, dass das Device ziemlich sicher in irgendeiner Form am Kopf getragen wird und mit einem Augmented-Reality-Ansatz arbeitet, ist nichts bekannt; bisher fehlt jede Idee, wie das finale P…

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