Lenovo VR700: Autarkes VR-Gaming-Headset launcht in China

Update vom 19. August 2022:
Das VR-Headset ist seit dem 18. August 2022 in China erhältlich und kann beim Online-Retailer JD.com bestellt werden, berichtet das chinesische XR-Blog Nweon. Es kostet 3.300 bzw. 3000 Yuan, was circa 480 und 440 Euro entspricht.
Im Preis inbegriffen sind bekannte VR-Spiele wie Angry Birds VR: Island of Pigs, Arizona Sunshine und Fruit Ninja VR.
Das im Teaser genannte "iQUT 2.0" bezieht sich wohl auf ein Streaming-Angebot in Zusammenarbeit mit iQiyi, dem chinesischen Netflix. iQiyi bietet mit der Qiyu Dream Pro zudem eine eigene VR-Brille mit ähnlichen Spezifikationen und fast identischem Design an.
Qiyu Dream Pro hat einen XR2 verbaut, 8 GB RAM, 4K RGB LC-Displays mit bis zu 90 Hz bei einer Auflösung von 3664 x 1920 Pixeln und einer Pixeldichte von 773 PPI. Die Dream Pro gibt es mit 128 oder 256 Gigabyte. Sie soll über SteamVR auch Wireless PC Streaming unterstützen. Der Preis liegt bei umgerechnet rund 360 Euro / 450 Euro, je nach Speicherversion.

Lenovos VR700 dürfte baugleich sein mit der Qiyu Dream Pro. | Bild: iQiyi
Wahrscheinlich ist die VR700 die Lenovo-Version dieser Brille. Lenovo will die VR-Brille am 18.08. offiziell enthüllen.
Ursprünglicher Artikel vom 9. August 2022:
Nach Jahren der Virtual-Reality-Abstinenz meldet sich Lenovo mit einer neuen, bald erscheinenden VR-Brille zurück.
Das Gerät hört auf den Namen VR700 und gehört der Legion-Produktlinie an, die sich an Spieler:innen richtet.
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Die Produktreihe besteht aus Desktop-Computern, Laptops, Smartphones und Tablets, in die sich in Kürze erstmals ein VR-Headset einreihen wird.

Der offizielle Teaser der Lenovo VR700. | Bild: Lenovo
Über die Spezifikationen ist nicht viel bekannt: Das Gerät hat den mobilen VR-Chips Snapdragon XR 2 verbaut und dürfte damit wahlweise ohne Zuspieler laufen.
Die VR-Brille soll zeitgleich mit dem Mittelklasse-Smartphone Lenovo Legion Y70 erscheinen, das in den nächsten Tagen in den Handel kommt. In welchen Märkten und zu welchem Preis die Lenovo VR700 startet, ist nicht bekannt.
Lenovo VR: Bislang nicht von Erfolg gekrönt
Ein erstes Teaserbild zeigt nur ein VR-Headet, VR-Controller sind nicht zu sehen. Was auffällt, ist die Halo-Kopfhalterung, ein Markenzeichen aller bisherigen Lenovo-VR-Geräte.
Lenovo hatte sich zwischen 2017 und 2019 mit verschiedenen VR-Brillen auf dem VR-Markt getummelt. Zuerst auf Basis von Microsofts Windows-Mixed-Reality-Plattform mit dem PC-VR-Gerät Lenovo Explorer, später in Googles Daydream-Ökosystem mit einem autarken VR-Headset, der Lenovo Mirage Solo (Test).
Beide verschwanden schnell wieder in der Versenkung.
Lenovo will es wieder wissen
Den größten Erfolg zeitigte die Kooperation mit Oculus. Lenovo lieferte das zwar hässliche, aber ansonsten solide Headset-Design der Oculus Rift S (2019), die sich zu einer der meistverkauften reinen PC-VR-Brillen mauserte. Obwohl Meta die Oculus Rift S im Jahre 2020 schon wieder einstellte, gehört sie noch immer zu den am häufigsten genutzten PC-VR-Brillen.
Mit der VR700 wagt Lenovo einen Neueinstieg in den VR-Markt, dieses Mal offenbar ohne Partner. Man darf gespannt sein, ob das VR-Headset in irgendeiner Form von den übrigen Geräten der Legion-Produktreihe profitiert und ob sie einen eigenen Store für autarke Apps bieten wird.
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