Fortschritt ist nur ein anderes Wort für Veränderung. Und die macht häufig Angst. Kreative drücken diese Ängste künstlerisch aus, so auch im dystopischen Kurzfilm “Strange Beasts”, der die mögliche Mixed-Reality-Zukunft kritisiert.

In “Strange Beasts” ist die perfekte Mixed Reality bereits Realität. Digitale Inhalte und Wirklichkeit sind so miteinander verwoben, dass kein Unterschied mehr feststellbar ist zwischen dem, was von Natur aus existiert und dem, was der Mensch am Computer erschaffen hat.

Möglich macht das eine spezielle Kontaktlinse, die digitale Lichtfelder ins Auge projiziert. Wer sie haben will, muss sie sich mittels Laser-OP direkt auf die Netzhaut brennen lassen.

Der Kurzfilm von Magali Barbé beginnt wie eine harmloser Werbespot für eine Entertainment-App im Stile von “Pokémon Go”. Mit der Anwendung “Strange Beasts” kann der Träger der Mixed-Reality-Linse eigene Haustiere erfinden, digital kreieren und anschließend – wie mit einem realen Haustier – Zeit mit ihnen verbringen.

Die Computer-Viecher verhalten sich wie echte Haustiere, reagieren auf Zuruf, jagen einem Ball hinterher oder werden hungrig und müssen gefüttert werden. Der größte Vorteil der digitalen Lebewesen: Sie sterben nicht und begleiten ihren Erschaffer ein ganzes Leben lang.

Dystopie: Isolation auf virtuellen Inseln

Wer die Linse im Auge trägt, nimmt diese Wesen als real wahr. Wer sie nicht trägt, sieht an der gleichen Stelle, wo andere ein liebenswertes digitales Haustier vermuten…nichts.

Der Kurzfilm spielt bewusst mit diesem Kontrast und zeigt die gleiche Szene zweimal: erst aus der P…

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