Update vom 10. Januar 2019:

AMD bestätigt, dass Radeon VII keinen Virtual-Link-Anschluss bieten wird, was die Karte deutlich weniger interessant macht für VR-Enthusiasten. Ohnehin bietet sie offenbar weder bei Preis noch bei Leistung einen signifikanten Vorteil gegenüber einer RTX 2080.

Hinzu kommt, dass Nvidia spezielle VR-Renderfunktionen anbietet, die sich zukünftig als Vorteil erweisen könnten.

Ursprünglicher Artikel vom 9. Januar 2019:

Auf der CES 2019 macht AMD deutlich, zukünftig wieder stärker im Grafikkartenmarkt für Gamer mitmischen zu wollen. Das neueste Modell macht Nvidias RTX 2080 Konkurrenz – allerdings zum gleichen Preis.

Die neue Grafikkarte Radeon VII – genannt Seven – soll laut AMD ungefähr auf dem Leistungsniveau einer Nvidia RTX 2080 liegen. Sie ist auch preislich auf Augenhöhe: 700 US-Dollar kostet die Karte, ab dem 7. Februar kann sie direkt bei AMD bestellt werden.

Die Grafikeinheit der Karte lässt AMD im 7-nm-Verfahren herstellen. 60 Compute-Einheiten laufen mit bis zu 1.800 MHz. Verbunden sind sie mit 16 GByte HBM2-Speicher mit einer maximalen Übertragungsrate über ein TByte/s.

Im Vergleich zu einer RX Vega 64 soll die Radeon VII laut AMD in Spielen um bis zu 42 Prozent schneller rendern und somit gut für Gamer geeignet sein.

AMD spricht unter anderem von einer Leistungssteigerung über 35 Prozent in Battlefield V im Vergleich zur Vega 64, Fortnite soll um 25 Prozent rendern – bei einem geringeren Energieverbrauch.

Insgesamt soll die Karte sogar leicht schneller als eine RTX 2080 sein, allerdings müssen AMDs Behauptungen noch durch unabhängige Tests verifiziert werden.

Laut AMD hat die Radeon VII sogar leicht die Nase vor Nvidias RTX 2080, speziell bei Vulkan. Bild: AMD

Über einen Virtual-Link-Anschluss für Next-Gen-VR-Brillen, wie sie alle RTX-Karten von Nvidia bieten, liegen noch keine Informationen vor (siehe Udpate). AMD ist Mitglied im Virtual-Link-Konsortium, insofern wäre es seltsam, wenn die neue Radeon-Generation ohne den USB-C-Anschluss kommt.


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