Klapp-Controller FlipVR macht blitzschnell die Hände frei

Klapp-Controller FlipVR macht blitzschnell die Hände frei

Panasonic zeigt auf der CES nicht nur Körpertracking in VR. Ein Klapp-Controller erleichtert den Griff zum Keyboard oder zu Trinkbechern.

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Panasonics Tochterfirma und Experimentierküche „Shiftall“ zeigt sich erneut experimentierfreudig. Auf der Technik-Messe CES präsentiert das Unternehmen nicht nur die superleichte PC-VR-Brille Meganex und die drahtlose Lösung für Ganzkörpertracking HaritoraX Wireless. Auch bizarre Gadgets wie Mutalk sind vertreten. Dabei handelt es sich um ein über den Mund getragenes Bluetooth-Zubehör, das Geräusche unterdrückt und an Fetisch-Knebel erinnert.

Für noch mehr Aufsehen sorgt aber ein wandelbarer VR-Controller fürs Lighthouse-Trackingsystem SteamVR. FlipVR hat gewöhnliche Analogsticks und Knöpfe, wie viele andere Controller für VR-Brillen. Der Clou ist aber die Wandlungsfähigkeit. Schwungvolles Drehen des Handgelenks klappt die Bedienfelder von FlipVR blitzschnell auf den Handrücken.

VR-Controller verwandelt sich im Handumdrehen

Dort sind sie nicht weiter im Weg, wenn Nutzende zwischendurch schnell das Keyboard bedienen oder ein Getränk in die Hand nehmen wollen. Shiftall zeigt als Anwendungsfall etwa einen DJ, der zwischendurch mit echten Schallplatten auflegt. VR-DJs wie in der Social-App VRChat könnten bei einem digitalen Set also nahtlos Tracks von Vinyl einbauen.

Auch die Verwandlung zurück in einen Controller klappt wortwörtlich im Handumdrehen. Die Bedienelemente umfassen insgesamt vier Knöpfe, zwei Systemtasten, zwei Analogsticks, zwei Trigger, einen Greifknopf sowie Berührungssensoren auf Knöpfen, Sticks und Triggern.

Da die Controller fest per Klettband an den Händen sitzen, können VR-Apps stets weiter die Position der Handgelenke erfassen und in VR wiedergeben, selbst wenn Spielende in der realen Welt etwas in die Hand nehmen.

Die Klapp-Funktion ist nicht die einzige Besonderheit von FlipVR. Personen mit unterschiedlichen großen Händen stellen die Position und Winkel der Bedienfläche passend zu ihrer Handform ein. Das mache die Bedienung auch bei langer Nutzung sehr komfortabel, so Shiftall.

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Eine Ladung per USB-C versorgt die VR-Controller über sieben Stunden lang mit Strom. Der Preis steht noch nicht fest. Die Controller sollen noch dieses Jahr erscheinen.

Ganzkörpertracking mit HaritoraX Wireless

Das ebenfalls vorgestellte Ganzkörpertracking-Set „HaritoraX Wireless“ unterscheidet sich im Wesentlichen durch seinen kabellosen Betrieb vom Modell „HaritoraX 1.1“. Die sechs kompakten Körpertracker mit je 17 Gramm Gewicht halten rund 20 Stunden mit einer USB-C-Aufladung durch. Nutzende können sie mit zusätzlichen Expansion-Sets erweitern. Bis zu elf Tracker werden gleichzeitig unterstützt.

Ein kleines Körpertracker-Kästchen von HoritoraX auf einer deutlich größeren Handfläche

Die Maße bleiben deutlich kompakter als etwa bei HTCs wuchtigen älteren Vive-Trackern für das Lighthouse-Tracking. | Bild: Shiftall

Zur Erfassung kommen Beschleunigungssensoren, Gyroskope und Kompass-Sensoren (Neun-Achsen-IMUs) sowie ein Entfernungs-Sensor (nur an den Knöcheln) zum Einsatz. Das System nutzt keine externen optischen Sensoren und lässt sich auch unter der Kleidung tragen.

Die Tracker sind kompatibel mit Apps wie VRChat, NeosVR, VirtualCast, Virtual Motion Capture, Cluster und ChilloutVR. Ein Vorverkauf zum Preis von 349 Dollar beginnt im Februar 2023, die Auslieferung folgt im Juni. Sony hat mit Mocopi kürzlich ein ähnliches günstiges Ganzkörpertracking vorgestellt, das sich in Japan seit Kurzem vorbestellen lässt.

Quellen: Shiftall