Seit rund zwei Jahren rätseln Geschichtenerzähler, wie man hochwertige Stories in 360-Grad inszeniert. Bislang ist klar: So wie früher geht es nimmer.

Der Hollywood-Regisseur Jon Favreau glaubt, dass das VR-Medium dem Storytelling eine intuitive Note hinzufügen kann, die dem herkömmlichen Bildschirmmedium fehlt. Das ist nicht zwangsläufig der Blick durch die Augen des Darstellers – der sei auch im traditionellen Film vermittelbar.

“Wenn ein Film gut gemacht ist, dann fühlt man sich persönlich betroffen; man fühlt sich, als würde man die Story durch die Augen einer anderen Person erleben. Wenn der Film unheimlich ist, schwitzen die eigenen Hände. Wenn er traurig ist, dann weint man. Das passiert, weil man sich in der Story repräsentiert fühlt”, sagt Favreau.

VR würde prinzipiell die gleiche Herausforderung an VR-Filmemacher stellen. Wie kann man das Publikum die Handlung fühlen lassen? In VR soll die Intuition eine große Rolle spielen, um diesen Effekt zu erzielen. Mehr noch als traditionelle Methoden der Narration.

“Wenn wir eine Handlung entwickeln können, die die Erfahrungen des Zuschauers einbezieht – nicht unbedingt mit klassischen Erzähltechniken – dann können wir dem Publikum ein Gefühl dafür geben, dass etwas passiert, dass sich etwas verändert, es gibt einen Spannungsbogen in der Erfahrung.”

Eine gute VR-Erfahrung bietet Präsenzgefühl

Anstatt zu versuchen, traditionelle Film- und Storytellingtechniken in die VR-Brille zu übertragen – das würde für Frustration sorgen – rät Favreau Filmemachern dazu, sich auf die Telepräsenz zu fokussieren. “Ich glaube, die beste Version von VR nutzt die Vorteile der Präsenz voll aus.”

Favreau…

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