Indie-Entwickler Ian Fitz präsentiert “The Thrill of the Fight”, die erste und unausweichliche Boxsimulation in Virtual Reality mit HTC Vive. Man bleibt zwar garantiert ohne Veilchen, Schwitzen ist aber dennoch angesagt.

Kabetec VR-Brille

Ja, ich weiß: Ausgerechnet Boxen kann man doch nicht virtualisieren. Der Kampf Mann gegen Mann, Platzwunden, Grunzen, starrer Augenkontakt, harte Schläge, Klammern, Schweißgeruch in der Luft, acht, neun, zehn, AUS. Das kann man doch unmöglich in einer VR-Brille einfangen, oder?

Nein, natürlich geht das nicht. Aber Boxer prügeln sich ja bekanntlich nicht nur im Ring und wenn es hart auf hart kommt, sondern machen auch so etwas wie Training. Und neben maximaler Schlagkraft zählen dabei auch Beinarbeit und Reaktionsgeschwindigkeit. Nicht umsonst gibt es ja das Schattenboxen, bei dem sich der Kämpfer in erster Linie mit der eigenen Technik befasst. Und wie Schattenboxen fühlt sich auch “The Thrill of the Fight” an.

Das ist keinesfalls als Kritik zu verstehen, die Mechanik funktioniert erstaunlich gut. Zum einen hält man die Vive-Controller nicht wie gewohnt, sondern mit dem Touchpad nach innen gerichtet in der Hand. Das fühlt sich in der Tat ein wenig so an, als würde man in einem Boxhandschuh die Faust ballen. Zum anderen hatte Fitz eine clevere Idee, um völlig sinnloses Gekloppe zu unterbinden. Schlägt man zu oft in die Deckung des Gegners, dann verliert man für einen kurzen Zeitraum die Boxhandschuhe und kann weder angreifen noch blocken. Dauerfeuer ist also nicht. Auch die Schlagkraft wird in Virtual Reality simuliert. Umso ausladender die Ausholbewegung, desto vernichtender trifft anschließend der Kinnhaken. Rückt einem der Gegner zu stark auf die Pelle, kann man sogar in den Klammergriff wechseln. Spätestens dann hat es sich aber mit der Immersion, denn man greift nur in die Luft.

Natürliches Interface: Der eigene Körper wird zum Controller

Das war es aber auch schon mit der Anleitung, viel mehr künstlic…

MIXED.de XR-Podcast - jetzt reinhören

Aktuell: Unreal Engine 5 - ein neues Grafikzeitalter? | Alle Folgen



Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.