Das US-Magazin Make durfte Valve in Bellevue besuchen und sich die die VR-Prototypen anschauen, die letztlich zur Entwicklung der finalen HTC Vive führten.

Rede und Antwort stehen die Ingenieure Alan Yates, hauptverantwortlich für das Trackingsystem Lighthouse und Monty Goodson. Yates bezeichnet sich spaßeshalber als “Pharologist”, das sind Wissenschaftler, die Leuchttürme und Leuchtsignale erforschen. Die beiden Ingenieure beschreiben ausführlich, wie grundlegend sich Valve dem VR-Thema näherte.

An erster Stelle stand die Erforschung der Motion Sickness und der Zusammenhänge zwischen dem Gleichgewichtssinn und der visuellen Wahrnehmung. Die Erkenntnisse flossen dann unmittelbar in die Konzeption des Trackingsystems und der Low-Persistence-Displays ein. Dabei wurde mit einer ganzen Reihe an verschiedenen Trackingsystemen experimentiert, bevor man sich letztlich für das Laser-basierte Lighthouse-System entschloss.

“Wir haben schnell gemerkt, dass das Aufstehen die Erfahrung sehr viel besser machte. Im Sitzen war es schon cool, aber wenn man aufsteht und dabei leichte Balance-Schwingungen in VR überträgt, verbessert das das Gefühl vor Ort zu sein enorm”, sagt Goodson. Die Weiterentwicklung des Trackingsystems hin zu Room-Scale-VR und 360-Tracking wäre dann nur der nächste konsequente Schritt gewesen. An diesem Punkt entstand auch der mit Trackingmarkern gepflasterte “Valve-Room”, ein erstes experimentelles Room-Scale-Setup für VR-Brillen, der von Valve später auch im Hauptquartier von Oculus VR eingerichtet wurde. Damals, das war noch vor der Akquisition durch Facebook, war der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen noch freundschaftlich geprägt.

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