In Microsofts Hololens 2 soll ein Qualcomm Snapdragon 850 rechnen.

Die Webseite Neowin berichtet, dass Microsoft für Hololens 2 auf einen Snapdragon 850 Prozessor setzt. Der Chip steckt in schlanken Notebooks wie dem Lenovo Yoga C630 oder dem Samsung Galaxy Book 2.

In der ersten Hololens-Generation arbeitet ein Intel Atom x86-Prozessor. Das Qualcomm-Modell dürfte im Vergleich effizienter sein und könnte so einen schlankeren Formfaktor ermöglichen.

Das integrierte X20-Modem des 850er Chips bietet eine Always-On-Verbindung via LTE oder 4G mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 1,2 Gigabit pro Sekunde. Diese Standleitung ins Internet unabhängig eines Wlans dürfte gerade bei industriellen Anwendungsszenarien ein Vorteil sein.

Laut eines früheren Berichts plante Microsoft ursprünglich mit Qualcomms Mixed-Reality-Chip XR1. Offenbar gab es eine kurzfristige Planänderung.

Ein möglicher Grund ist, dass Microsoft auf die KI-Fähigkeiten des XR1 sowie des gerade erst angekündigten Snadrapgon 855 gut verzichten kann: Das Unternehmen kündigte im Sommer 2017 offiziell eine eigene KI-Recheneinheit für Hololens 2 an.

Diese könnte beispielsweise präziseres Hand- und Raumtracking oder verlässlichere Objekterkennung ermöglichen.

Hololens 2: Veröffentlichung im zweiten Quartal 2019?

Laut eines Berichts aus dem Oktober sollte Hololens 2 eigentlich noch in diesem Jahr vorgestellt werden. Rückschläge bei der Entwicklung sollen das verhindert haben.

Das Gerät soll jetzt im zweiten Quartal 2019 erscheinen statt wie ursprünglich geplant im ersten Quartal. Insbesondere Formfaktor und Displaytechnologie sollen signifikant verbessert sein. Das enge Sichtfeld der ersten Hololens-Brille behindert viele grundsätzlich eigentlich sinnvolle Anwendungsszenarien.

Im August demonstrierte Microsoft offiziell die vierte Version des 3D-Scanners Kinect: Das Gerät wird in Hololens 2 verbaut und ist für die Tiefenwahrnehmung der Brille verantwortlich. Kinect 4 erfasst Objekte und Menschen hochauflösender als das Vorgängermodell, sodass Realität und digitale Einblendungen glaubhafter miteinander verschmolzen werden können.


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