Google investiert Talent in Virtual Reality

Google investiert Talent in Virtual Reality

Jon Wiley, Lead Designer der Google Suche, wechselt intern die Lager. Ab sofort ist Wiley Designchef bei Google Cardboard, dem Virtual-Reality-Projekt des Internetriesen. Bei Google Cardboard handelt es sich um einfache VR-Brillen aus Pappe für unter zehn Euro, in die ein Smartphone als Display und für die Bewegungserkennung eingesetzt werden kann. Bereits Mitte März ließ Wiley über Twitter verlauten, dass er offenbar eine neue Herausforderung gefunden hat.

Anzeige
Anzeige

Wiley war in den letzten Jahren maßgeblich daran beteiligt besonders die mobile Sucherfahrung von Google zu verbessern. Unter anderem konzipierte er die Infokarten (bspw. Wikipedia, Maps), die dem Nutzer bereits in den Suchergebnissen auf den ersten Blick eine Antwort auf die gestellte Frage liefern sollen und die Google-Suchergebnisse so besser strukturieren. Nach eigener Aussage ist Wiley darauf fokussiert "einfache und schöne" Nutzererfahrungen zu schaffen.

logo
  • checkMIXED.de ohne Werbebanner
  • checkZugriff auf mehr als 9.000 Artikel
  • checkKündigung jederzeit online möglich
ab 3,50 € / Monat
logo

UX-Design für Virtual Reality- das ist tatsächlich mal #Neuland

Im virtuellen 3D-Raum ändern sich die Spielregeln für Nutzerinteraktion vollständig. Bisherige Cardboard-Apps setzen meist auf einfache Blicksteuerung und einen simplen Magnetschalter, der an der Seite der Pappbrille angebracht ist und in einigen Anwendungen als Bestätigungsknopf (ja/nein) fungiert. VR-Brillen wie HTC Vive setzen dagegen schon auf Bewegungstracking des gesamten Körpers und komplexe Eingabegeräte, die in Virtual Reality gescannt und multifunktional als eine Art Handersatz genutzt werden können. Allerdings sind diese Lösungen bisher weder einfach noch elegant und erst recht nicht portabel. Google wird nach Wegen suchen, UX-Design in Virtual Reality nicht nur funktionaler zu gestalten sondern auch mobil kompatibel zu machen. Cardboard ist, ähnlich wie Samsungs Gear-VR, als mobile Lösung konzipiert und braucht daher einfache Interaktionsmechanismen, bei der der Nutzer nicht auf zusätzliche Peripherie wie 3D-Controller angewiesen ist. Dass Google zu so einem frühen Zeitpunkt des Cardboard-Projekts eines der eigenen Talente für Virtual Reality abruft und von der mobilen Suche abzieht, zeigt, dass das Unternehmen offenbar eine gute Portion Potenzial im neuen Medium sieht.

| SOURCE: Google
| IMAGE: Flickr, othree
| Anzeige: