Auf der Gamescom präsentiert das spanische Unternehmen Neurodigital Technologies den Trackinghandschuh Glove One samt haptischem Feedback. Bis der jedoch 3D-Controller oder Gamepad ablösen kann, ist noch etwas Arbeit notwendig.

3D-Tracking beherrscht der Handschuh nicht nativ, sondern nur mit am Unterarm angebrachten Vive-Trackern (siehe Titelbild). Die räumliche Orientierung der Handschuhe übernimmt vollständig Valves Lighthouse-System. Mit integrierten Flexsensoren für alle zehn Finger erkennt der Handschuh, wie stark diese angewinkelt oder ausgestreckt sind

Das funktioniert im Prinzip gut, jedoch hatte die Demoanwendung zum Teil derartige Probleme mit der Bildwiederholrate, dass ein richtiger Präzisionstest kaum möglich war. Im Bauchgefühlvergleich wirkte das Kameratracking von Leap Motion in der neuesten Version flüssiger und feiner, für ein seriöses Fazit bräuchte es aber gleiche Testbedingungen.

Der große Vorteil des Handschuhs gegenüber Leap Motion ist ein anderer: Man muss die Hand nicht permanent in das Sichtfeld der Trackingkamera halten, damit die Fingererkennung anspringt. Das macht das System deutlich flexibler.

Im Messetrubel kommt es gerade bei drahtlosen Geräten schnell zu Störungen, daher wurde der Handschuh auf der Gamescom nur im Kabelbetrieb demonstriert. Laut dem Hersteller funkt er eigentlich via Bluetooth und läuft im Batteriebetrieb.

Haptisches Feedback noch nicht ausgereift

Zumindest bei der Gamescom-Demo wirkte das haptische Feedback kaum anders als das, was man von herkömmlichen Vibrationsmotoren in Gamepads kennt – nur eben pro Fingerspitze. Das ist ganz sicher besser als gar kein haptisches Feedback, aber eben auch nichts Weltbewegendes.

In der Demo konnte man beispielsweise Bälle greifen oder einen Bogen spannen. In beiden Fällen vibrierten die Fingerspitzen, sobald man mit dem virtuellen Objekt in Kontakt kam. Die Vibration war allerdings nicht fein genu…


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