Facebook entwickelt Algorithmus für Smartphone-Photogrammetrie

Facebook entwickelt Algorithmus für Smartphone-Photogrammetrie

Dass Nutzer eigene Inhalte für die VR-Brille erstellen und teilen können, ist ein wichtiger Schritt für die Akzeptanz der Technologie. Ein neuer Facebook-Algorithmus könnte dabei helfen.

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Bei der Photogrammetrie werden aus hunderten oder gar tausenden Fotoaufnahmen reale Orte für die Virtual Reality rekonstruiert. Die kleben nicht wie herkömmliche 360-Fotos flach am Display, sondern sind räumlich begehbar. Ein bekanntes Beispiel ist die Virtualisierung des Kölner Doms, die der WDR gemeinsam mit dem deutschen VR-Startup Realities mittels Photogrammetrie umsetzte.

Diese virtuell-realen Räume sind beeindruckend, da sie mitunter täuschend echt wirken und ein geniales Präsenzgefühl vermitteln können. Photogrammetrie hat jedoch einen Haken: Die Produktion ist enorm aufwendig, erfordert viel Spezialwissen und noch mehr Zeit.

Einfache Photogrammetrie für das Smartphone

Ein neuer Facebook-Algorithmus soll eine stark vereinfachte Form der Photogrammetrie mit dem Smartphone ermöglichen. Das Verfahren wurde explizit für den Normalnutzer entwickelt, der 3D-Fotos mit Tiefenbewegung aufnehmen möchte. Die räumliche Bewegung ist in einem kleinen Radius um den Aufnahmeort herum möglich. Außerdem kann das Foto mit digitalen Effekten ergänzt werden.

Mit dem neuen Verfahren können Nutzer 3D-Bilder der Umgebung erstellen und sie im Nachhinein in der Virtual Reality betrachten oder mit Besitzern einer VR-Brille teilen.

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Das wäre eine große Nummer, die VR-Brille könnte so eine Art moderner Diaprojektor werden, der sich perfekt eignet, um beispielsweise in Urlaubsorte einzutauchen. Facebook nähert sich so an die Vision von Chef Marc Zuckerberg an, der das Teilen von VR-Erfahrungen als die nächste große Sache nach Video prognostiziert.

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Ein Anfang für fortschrittlichere VR-Fotografie

Den Raum komplett durchschreiten wie bei aufwendiger Photogrammetrie kann man mit der Facebook-Lösung zwar nicht, aber es wäre allemal ein deutlicher Fortschritt gegenüber aktuellen 360-Grad-Bildern, die meist in 2D geknipst und frei von Tiefeninformationen sind.

Es gibt Einschränkungen: Die Entwickler informieren über Probleme bei durchsichtigen oder glänzenden Oberflächen, die zu Bildfehlern führen können. Klar ist auch, dass sich das Verfahren nur für statische Inhalte eignet.

Womöglich zahlt der Algorithmus auf Facebooks neues Kamerasystem ein, das begehbare Videos filmen können soll. Das Gerät wurde im April auf Facebooks Entwicklerkonferenz F8 angekündigt und demonstriert, seitdem gab es jedoch keine Neuigkeiten mehr. Zwar kann mit dem hier vorgestellten Smartphone-Aufnahmeverfahren kein Video produziert werden, es eignet sich laut den Forschern aber potenziell für 360-Grad-Kameras.

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Demos gibt es im Video unten und hier. Die wissenschaftliche Publikation zum Algorithmus kann man hier abrufen.