Das Gehirn sendet Signale, aber die Gliedmaßen reagieren nicht: Kann ein Exoskelett ihre Arbeit übernehmen? Forscher demonstrieren die Zwischenergebnisse einer seit zwei Jahren andauernden Studie.

Forscher der französischen Universität Grenoble und des biomedizinischen Forschungszentrums Clinatec arbeiten an einem Roboteranzug, der durch Gehirnsignale gesteuert wird. Die Ergebnisse ihrer seit zwei Jahre laufenden Studie veröffentlichen sie im Fachmagazin The Lancet Neurology.

Die Forscher entwickelten ein Ganzkörper-Exoskelett mit jeweils zwei Beinen und Armen. Das ist eine Besonderheit im Vergleich zu bisherigen Forschungsarbeiten, in denen jeweils nur ein Bein oder ein Arm ferngesteuert wurde.

Die Kontrolle über den Roboter hat ein 28-jähriger Franzose, der nach einem Sturz vor rund vier Jahren von der Schulter an abwärts gelähmt ist. Eine Restkontrolle im linken Arm und der Hand blieb ihm, um den Joystick eines Rollstuhls zu bedienen.

Der junge Mann bekam auf beiden Seiten seines Kopfes, direkt am sensomotorischen Kortex zwischen Gehirn und Haut, Rekorder mit jeweils 64 Elektroden implantiert. Die Elektroden nehmen Hirnsignale auf und leiten sie an eine Software weiter, die diese in Steuerimpulse für das Exoskelett übersetzt.

| hirnsteuerung Clinatec   Juliette Treillet

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