Er zeigte Zuckerberg VR und das veränderte seine Sicht auf die Technologie

Er zeigte Zuckerberg VR und das veränderte seine Sicht auf die Technologie

Cody Woputz war einer der Ersten, der Mark Zuckerberg Virtual Reality vorführte. Das Erlebnis prägte sein Verständnis der Technologie.

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Am 13. Februar 2014 besuchte Mark Zuckerberg das Virtual Human Interaction Lab. Das Stanforder Institut erforscht seit 2003, wie Virtual Reality auf Menschen wirkt und hatte zur damaligen Zeit einige der fortschrittlichsten Apparaturen und Anwendungen im Labor – lange bevor entsprechende Hard- und Software für erschwingliche Preise auf den Markt kam.

Cody Woputz war ein Leiter des Instituts und ihm kam die Aufgabe zu, Zuckerberg Virtual Reality vorzuführen. Woputz würde später mit Kollegen zusammen Strivr gründen, eines der erfolgreichsten VR-Start-ups.

Auf Twitter beschreibt Woputz, wie er diesen Tage erlebte und was ihm durch den Kopf ging, als er Facebooks CEO eine Reihe von VR-Demos des Instituts vorführte.

Zuckerberg ist beeindruckt von VR

Er habe tausende VR-Touren gegeben und für viele mächtige Menschen. Aber der Besuch von Zuckerbergs sei anders gewesen: Diese Demo sei mit Abstand die wichtigste gewesen und habe seine Sicht auf Virtual Reality „komplett verändert“, schreibt der Entwickler und Firmengründer.

Bevor Zuckerberg das Labor betrat, hätten seine Bodyguards den Ort unter die Lupe genommen. Danach wurden dem berühmten Gast eine Reihe von Erfahrungen gezeigt: Er lief auf einer Planke über dem Abgrund, flog durch eine Stadt, fällte einen Baum und betrachtete seinen Avatar in einem Spiegel.

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Woputz befürchtete, dass die Demos Zuckerberg nicht beeindrucken würden und lag falsch damit: Während der Planken-Demo öffnete sich der Boden und gab den Blick auf ein riesiges Loch frei, woraufhin Zuckerberg vor Schreck die Hand auf sein Herz legte.

Virtual Reality – die  ultimative Manipulationsmaschine?

Die Demos wurden über ein System gesteuert, das der vorführenden Person volle Kontrolle über die Erfahrungen gibt. Die Besucher können die Demos lediglich auf sich wirken lassen.

Während der Vorführung kam Woputz ein sonderbarer Gedanke. Er wurde sich bewusst, dass er kontrollierte, was Zuckerberg sah, fühlte und erlebte. Normalerweise ist es umgekehrt, meint Woputz im Hinblick auf die Macht Facebooks. „Ich verfügte über eine unglaubliche Menge an Macht, und ich hasste dieses Gefühl. Wer war ich, dass ich die Knöpfe im Gehirn eines anderen Menschen drücken konnte?“ schreibt Woputz.

Marc Zuckerberg gratuliert sich selbst und seinem Team zu einem Emmy. Und kündigt große Neuigkeiten für die Connect 3 Entwicklerkonferenz an.

Marc Zuckerberg präsentiert auf dem MWC 2016 Samsung Gear VR. | Bild: Facebook

Der Entwickler fragte sich, ob Zuckerberg bewusst ist, wie viel Macht er dem Vorführer gab und ob die Leichtigkeit, mit der man Menschen seiner Meinung nach mittels Virtual Reality beeinflussen könne, der Grund ist, weshalb sich Zuckerberg für Virtual Reality interessierte.

Woputz fühlt sich geehrt, diesen historischen Moment miterlebt zu haben. Er hofft jedoch auch, dass Zuckerberg mit dieser Macht verantwortungsvoll umgeht.

Zuckerberg kauft Oculus und startet den VR-Hype

Es war nicht Zuckerbergs erste Tuchfühlung mit moderner VR-Technologie. Facebooks CEO hatte im Januar 2014 Technologie von Oculus ausprobiert. Zuerst in Menlo Park, danach bei einem Besuch in den Büros des Start-ups, wie man in der Oculus-Historie „The History of the Future“ (Amazon-Link) nachlesen kann.

Im Nachhinein betrachtet habe Zuckerberg das Standforder Labor wohl nur deshalb besucht, um sicher zu sein, dass niemand eine bessere VR-Technologie als Oculus besitze, so Woputz.

Im März 2014 kaufte Facebook Oculus für drei Milliarden US-Dollar. Ein Schritt, der eine große Wirkung auf die VR-Industrie hatte und den Hype um die Technologie erst richtig anfachte.

Wer die Stanforder Demos ausprobieren möchte, kann sie bei Steam herunterladen. Mehr über die Geschichte der Virtual Reality erfahrt ihr hinter dem Link.