Das Heinrich-Hertz-Institut betreibt ein Studio, das Menschen in 3D filmt. Die hologrammähnlichen Aufnahmen können anschließend in computergenerierte Filmsets eingefügt werden. Das Ergebnis sind begehbare Filmszenen mit digitalen Darstellern. Das Fraunhofer-Institut produzierte gemeinsam mit der UFA einen Film, der die Technologie vorführt und in der Deutschen Kinemathek in Berlin ausgestellt ist.

Kabetec VR-Brille

Das Studio filmt Menschen mit insgesamt 32 5K-Kameras. Algorithmen erstellen aus den anfallenden Bilddaten eine exakte, digitale Kopie der gefilmten Person, die in der Virtual oder Augmented Reality von allen Seiten betrachtet werden kann.

Die Verarbeitung geschieht automatisch und erlaubt die Integration der dynamischen 3D-Modelle in VR-und AR-Anwendungen. Das Studio kommt ohne Greenscreen aus und sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung, was die nachträgliche Bearbeitung der digitalisierten Menschen in 3D-Programmen erleichtert.

Die Wissenschaftler des HHI nennen die Technologie “3D Human Body Reconstruction” oder kurz: 3DHBR. Sie wurde vor kurzem von der Advanced Imaging Society mit einem Preis ausgezeichnet. Die AIS wurde 2009 von Disney, Dreamworks, Sony, Paramount und anderen Unternehmen gegründet, um technische Errungenschaften immersive Aufnahmeverfahren zu würdigen. Neben dem HHI wurden i8, Lytro und Microsoft ausgezeichnet, die an ähnlichen Technologien arbeiten.

Vom Stummfilm zum begehbaren VR-Film

Um das 3D-Aufnahmeverfahren zu testen, produzierte das Institut letztes Jahr mit der UFA zusammen den Sci-Fi-Kurzfilm “Gateway to Infinity” (siehe Making-Of-Video). Dabei filmten sie zwei Darsteller in 3D und fügten sie in einen computergenerierte…

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