Glaubt man einem Bericht der Tech-Rechercheure von “The Information”, wird das erste kommerzielle Produkt von Magic Leap nicht das bieten, was von Gründer Rony Abovitz versprochen wurde. Das Magazin bezieht seine Informationen von ehemaligen Mitarbeitern, einem Test eines neuen Prototyps und einem Interview mit Abovitz.

Namhafte Investoren wie Google und Alibaba, ein auf 4,5 Milliarden US-Dollar geschätzter Unternehmenswert sowie zahlreiche begeisterte Berichte in den reichweitenstärksten US-Techmagazinen wie der Wired machten Magic Leap in 2016 zum aufregendsten Unternehmen der Techbranche.

Das selbsterklärte Ziel von Magic Leap: Eine Mixed-Reality-Brille ausgestattet mit einem neuartigen Lichtfeld-Display soll im Alltag das Smartphone ersetzen. Gründer Rony Abovitz ließ bei öffentlichen Ansprachen keine Gelegenheit aus, um den Hype zur eigenen Hardware anzuheizen. Das könnte sich nun gegen ihn wenden.

Kommerzielles Produkt soll nicht die versprochene Revolution werden

Zwar plant Magic Leap weiterhin die Veröffentlichung einer handlichen AR-Brille, diese wird jedoch deutlich weniger spektakulär ausfallen, als es von Abovitz und Co. versprochen wurde.

Laut The Information wurden Investoren mit spektakulären Demos von Technologien gelockt, die noch in Entwicklung waren und die es nicht in das finale Produkt schaffen. Einige dieser Technologien seien unbrauchbar für ein kommerzielles Produkt. Andere seien so groß, dass sie nicht in den angestrebten Formfaktor einer herkömmlichen Brille gepasst hätten.

Der erste Prototyp soll die Größe eines Kühlschranks haben und wird intern als “Beast” bezeichnet. Das Gerät benutzt einen Projektor mit motorisierten, verstellbaren Linsen, um mehr Tiefe und einen realistischen Bildeindruck zu kreieren.

Gegenüber The Information bestätigt Leap-Gründer Abovitz, dass in den Prototypen ande…

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