Der große Erfolg von Pokémon Go hat nicht nur die Augmented Reality bekannter gemacht, sondern zeigt auch, dass in der erweiterten Realität neue Gefahrenpotenziale warten.

Kabetec VR-Brille

Zugegeben, das Klientel, das permanent mit geneigtem Haupt und Blick auf das Smartphone durch die Straßen geistert, gab es schon vor Pokémon Go. Aber die Monster-Jagd erfordert es nahezu durchgehend, dass Spieler das Smartphone in der Hand halten und digital nach neuen Monstern suchen. Die reale Umgebung gerät dabei auch mal in Vergessenheit. Laut zahlreichen Medienberichten rannten Go-Spieler blindlings in den Straßenverkehr und verursachten so Unfälle.

Das zeigt zum einen, dass man keine VR-Brille tragen muss, um Immersion zu empfinden. Und zum anderen beweist es, wie limitiert die aktuelle Smartphone-Technologie ist, wenn es darum geht, virtuelle und bekannte Realität miteinander zu vermischen. Der permanente Blick auf das Smartphone-Display ist weder sozial noch natürlich und ganz sicher nicht intuitiv.

Niantic möchte für neue Augmented-Reality-Hardware entwickeln

Laut John Hanke, Geschäftsführer von den Pokémon-Go-Erfindern Niantic, habe sein Team die App eigentlich entwickelt, damit Menschen die Welt erforschen. Spieler sollen mittels Pokémon Go mehr über die unmittelbare Umgebung und deren Sehenswürdigkeiten erfahren. Das sei allerdings schwierig, wenn diese permanent auf das Smartphone-Display starren.

Aus diesem Grund hätte man das Pokémon Go Plus Armband entwickelt. Das hält den Spieler über spielinterne Ereignisse via LED und Vibration auf dem Laufenden. Und der kann seinen Kopf wieder vom Smartphone-Display abwenden.

Ähnlich wie Facebook-Chef Marc Zuckerberg geht Hanke zwar davon aus, dass Smartphones kurz- bis mittelfristig die wichtigste Plattform für Augmented-Reality-Anwendungen bleiben werden. Langfristig wünscht er sich aber Techno…

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