Der Erfolg von Pokémon Go hat den Status von Augmented Reality in der öffentlichen Wahrnehmung von nicht existent auf allgegenwärtig befördert. Möglich war diese Wirkung nur mit einer kostenlosen App, die auf fast allen aktuellen Smartphones läuft.

Kabetec VR-Brille

Zwar werkelten direkt nach dem großen Boom viele Hololens-Entwickler an rudimentären Adaptionen für eine richtige Augmented-Reality-Brille. Aber bis derartige Technologien eine ähnliche Verbreitung haben wie das Smartphone heute, dürften noch Jahre vergehen – falls es überhaupt jemals dazu kommt. Bei einer Konferenz mit Analysten äußerte Facebook-Chef Marc Zuckerberg seine Überzeugung, dass Augmented Reality zumindest kurz- bis mittelfristig eher ein Smartphone-Feature als eine eigenständige Hardware wird.

Die größte Erkenntnis, die Pokémon Go bieten würde, so Zuckerberg, sei es, dass das Smartphone eher die Mainstream-Plattform für Augmented-Reality-Features werde “als eine Brille oder ein anderes Gerät, das Menschen im Gesicht tragen”.

Als Beispiel nennt er die Facefilter-App MSQRD, die Facebook vor wenigen Wochen aufkaufte. So wie auch Snapchat benutzt die App die Smartphone-Kamera, um das Gesicht einer Person zu scannen und mit digitalen Elementen zu verändern oder zu erweitern. “Das ist ein spaßiger Weg, um soziale Interaktion zu erweitern. Ich denke, es gibt eine große Chance, eine Plattform und mehr Funktionen darauf aufzubauen”, sagt Zuckerberg. Ergänzend zu Texten und Bildern würden bei Facebook immer mehr Videos geteilt, die durch Augmented-Reality-Effekte aufgewertet werden könnten.

Zuckerbergs Vermutung liegt nahe. In Zukunft könnten Smartphones flächendeckend mit speziellen Sensoren ausgestattet sein, die wesentlich ausgereiftere Augmented-Reality-Anwendungen ermöglichen als das mit aktuellen Smartphones umsetzbar ist. In den kommenden Wochen erscheint ein Phablet von Lenovo mit integrierter Augmented-Reality-Technologie. Eine 3D-Infrarotkamera ist für die Tiefenw…

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