Oculus’ neueste Exklusiv-App transportiert VR-Nutzer direkt in Adam Savages Werkstatt und die anderer hochtalentierter Bastler. Dank immersiver 3D-Videotechnik hat man das Gefühl, den Künstlern direkt vor Ort bei der Arbeit zuzusehen.

Die App bietet acht abwechslungsreiche Episoden: Man schaut zu, wie Rüstungen, Marionetten, Teile von Raumanzügen, Stop-Motion-Filme, tragbare Flügel und Masken hergestellt werden. Dabei gibt es auch sehr Ausgefallenes zu bewundern wie zum Beispiel die Arbeit von Griffon Ramsey, die mit einer Kettensäge Holzskulpturen formt.

Zuerst wird man jedoch von Adam Savage in seiner “Cave” (Deutsch: Höhle) begrüßt. In der mit zahlreichen außergewöhnlichen Objekten und Werkzeugen vollgestellten Werkstatt kommt die von Tested eigens gebaute stereoskopische 180-Grad-Kamera wunderbar zur Geltung.

Ich habe mir das Video mit Maskenmacher Andrew Freeman angeschaut. Hier werde ich Zeuge, wie aus einem Klumpen Lehm allmählich ein lebensechtes Dämonengesicht wird. Die VR-Kamera kommt teilweise sehr nahe an das Objekt heran, sodass man die Oberfläche und Plastizität der Büste aus nächster Nähe bewundern kann.

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Hier entsteht nach und nach ein detailliertes Gesicht. BILD: Tested / Oculus

Gute Bildqualität, großer Download

Die Anwendung ist mediengerecht gestaltet: Anstatt sich durch eine Liste oder Vorschaubilder zu klicken, steht man in einer Werkstatt vor einem virtuellen Tisch und die Videos erscheinen als Akten. Mit Oculus Quest kann man die Akten mit den Händen aufnehmen, mit Oculus Go visiert man sie per Controller an. Daraufhin öffnet sich das ausgewählte Dokument und man kann nachlesen, was einen erwartet und wie lange das Video dauert.

Die 180-Grad-Videos liegen in guter 5K-Qualität vor, beanspruchen jedoch viel Speicherplatz: Die App allein kommt auf fast einen Gigabyte und enthält nur das Begrüßungsvideo und einen Rundgang durch Adam Savages Werkstatt. Die acht Episoden muss man separat herunterladen und die sind teils mehr als ein Gigabyte groß. Dafür dauern die Videos aber auch länger als nur ein paar Minuten. Eine Streamingfunktion gibt es nicht.

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Die App bietet eine VR-gerechte Aufbereitung des Menüs. BILD: Tested / Oculus

Der Download lohnt sich allerdings. Denn man muss kein Fan des Tested-Youtubekanals ist, um die zur Schau gestellte außergewöhnliche Handwerkskunst zu bewundern, die in ihrer Präsentation von der immersiven VR-Kameraoptik profitiert.

Die VR- und AR-Tester Jeremy Williams und Norman Chan bekommt man in der App übrigens nicht zu Gesicht, aber vielleicht ändert sich das in Zukunft?

Adam Savage’s Tested VR ist im Oculus Store kostenlos für Oculus Quest und Oculus Go erhältlich. Im zweiten Video erklärt der Tested-Produzent Joey Fameli die Konstruktion der 180-Grad-Kamera, die eigens für den Dreh der VR-Episoden gebaut wurde. Im Oculus Blog gibt es zudem ein Interview mit Fameli.

Titelbild und Quelle: Tested / Oculus VR

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