Ob 360-Grad-Filme VR sind oder nicht, ist eine müßige Diskussion. Außer Frage steht, dass die Rundumfilme eine Daseinsberechtigung als Kunstform und Zeitdokument haben – und ein Präsenzgefühl vermitteln können. Der neue 360-Grad-Film der renommierten Felix & Paul Studios beweist das.

In “Marshall from Detroit” fährt man in Eminems Gesellschaft durch das nächtliche Detroit und hört den Rapkünstler über seine Anfänge, die örtliche Hiphop-Szene und seine Heimatstadt sprechen. Ebenfalls anwesend ist der US-Journalist Sway Calloway, der direkt neben mir sitzt und Marshall Mathers aka Eminem interviewt. Auf der Rückbank des Wagens ist es eng, was die Plastizität und den intimen Charakter der Szene steigert.

Zugegeben: Ich bin kein Eminem-Fan und höre nur gelegentlich Rapmusik. Mein Interesse am Thema hielt sich in Grenzen.

Dennoch hat mich der 360-Grad-Film begeistert. Der Grund: Ich habe ihn eher als Porträt einer Stadt und weniger als das Porträt des Menschen hinter Eminem gesehen.

Marshall Mathers liebt die Stadt, in der er seine Jugend verbrachte und seine Karriere startete. Seine Gefühle sind echt, sie werden aber erst durch den Film nachvollziehbar, genauer: durch die Art und Weise, wie die Stadt gezeigt wird.

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Der MIXED.de XR-Podcast #178

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