Quest 3: The Infinite Inside verwischt die Grenzen zwischen VR & MR

Quest 3: The Infinite Inside verwischt die Grenzen zwischen VR & MR

The Infinite Inside verbindet Mixed und Virtual Reality auf interessante Weise. Ich habe es mit Quest 3 durchgespielt.

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Anfang des Jahres probierte ich eine kostenlose Demo von The Infinite Side aus. Mein Ersteindruck war positiv und so freute mich auf die Vollversion. Diese erscheint am 12. Juli für alle wichtigen VR-Plattformen.

War die Vorfreude gerechtfertigt? Das erfahrt ihr in folgendem Test.

The Infinite Inside: Test in aller Kürze

Primär getestet mit: Meta Quest 3

The Infinite Inside besticht durch eine gekonnte Verknüpfung von MR- und VR-Passagen und seine Aura des Geheimnisvollen, Zauberhaften und Fremdartigen. Anspruchsvolle Rätsel oder eine spannend erzählte Geschichte muss man allerdings woanders suchen. The Infinite Inside richtet sich an Einsteiger und dürfte alte VR-Hasen unterfordern.

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The Infinite Inside ist für euch geeignet, wenn ihr …

  • einen leichten Einstieg in die Welt der VR sucht,
  • andersartige, mysteriöse Spielwelten mögt und
  • an Mixed Reality interessiert seid.

The Infinite Inside ist für euch weniger geeignet, wenn ihr …

  • herausfordernde Rätsel sucht,
  • Teleport-Fortbewegung meidet und
  • ein Spiel erwartet, das euch viele Stunden fesselt.

Wanderer zwischen den Welten

The Infinite Inside beginnt mit einem uralten, steinernen Artefakt namens Plinth, das sich säulenartig aus dem Fußboden erhebt. In Schubladen und Öffnungen verstecken sich Puzzleteile. Hat man sie zusammengesetzt, wird man geschrumpft und in die surreale Welt des Plinth entführt, ein Labyrinth aus Steinblöcken, aus dem es weitere Puzzleteile zu bergen gilt.

Hat man diese gefunden, führt der Weg zurück in die Realität, wo man sie zusammensetzt, um andere Bereiche des Plinth aufzuschließen und wieder in dessen Labyrinth einzutauchen. Man wechselt also ständig zwischen Außen- und Innenwelt, Mixed und Virtual Reality.

Innerhalb des Plinth trifft man immer wieder auf einen Mann, der diese rätselhafte Welt in Beschlag genommen hat und erkundet. So finden sich hier verstreut menschliche Artefakte wie ein Plattenspieler, alte Fotografien, Pflanzen und ein Teleskop. Aus den Begegnungen und der Umgebung lassen sich allenfalls die Umrisse einer Geschichte rekonstruieren. The Infinite Inside schaffte eine tolle Atmosphäre, aber bleibt erzählerisch extrem vage.

Von Punkt zu Punkt

Der Hauptcharakter der Geschichte ist ohnehin nicht diese Figur oder man selbst, sondern die traumartige Welt des Plinth, die gegen Ende an Kunstwerke M.C. Eschers erinnert. Im Spiel teleportiert man sich von einem Punkt zum nächsten, indem man in Richtung einer im Raum schwebenden Kugel zeigt und die Hand schließt.

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Eine mysteriöse Umgebung aus dem VR-Spiel.

Die mysteriöse Innenwelt des Plinth. | Bild: Maze Theory (Game: Infinite Inside)

Ich wunderte mich vor einem halben Jahr beim Spielen der Demo, warum das Spiel auf Teleportation setzt. Die Antwort liegt mittlerweile auf der Hand: Apple Vision Pro ist eine wichtige Zielplattform des Spiels und wird bekanntlich nur per Blick- und Handverfolgung bedient.

Die Fortbewegung per Teleportation ist zweckdienlich, aber keine ideale Lösung. Man erlebt den Raum als weniger zusammenhängend, wenn man von einem Punkt zum anderen springt und verliert auch leichter die Orientierung. Das gilt auch für The Infinite Inside, das von einer optionalen freien und fließenden Fortbewegung profitieren würde.

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Das Spiel ist vorbei, bevor es richtig begonnen hat

The Infinite Inside richtet sich an ein möglichst breites Publikum und ist daher auf Zugänglichkeit getrimmt. Das zeigt sich an den Aufgaben, die recht einfach gestaltet sind. Im Kern geht es darum, Puzzlesteine zu finden und diese zusammenzusetzen und beides geht leicht von der Hand.

Im letzten Kapitel des Spiels wird es ein wenig anspruchsvoller und man muss innerhalb des Plinth eine weitere Tiefendimension hinabsteigen. The Infinite Inside streift die Idee eines unendlich verschachtelten Innenraums jedoch nur und ist schon vorbei, wenn es rätseltechnisch interessant zu sein beginnt. Wer die Demo gespielt hat, sollte mehr vom Gleichen und keine raffinierte Weiterentwicklung der Formel oder knifflige Rätsel erwarten. Übrigens: All jene, die die App-Lab-Version gespielt haben, erhalten das Spiel gratis. Eine nette Geste des Studios.

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The Infinite Inside besteht aus fünf Kapiteln, die man in zwei bis drei Stunden durchspielen kann. Für den Preis von 12 Euro geht das in Ordnung.

Das Spiel erscheint am 12. Juli im Quest Store, Pico Store, Playstation Store, App Store und bei Steam. Es liegt unter anderem in deutscher Sprache vor. In der Version, die ich testen durfte, gab es noch keine Möglichkeit, die Sprache zu wechseln.

Wichtig: Playstation VR 2 und Steam unterstützen kein Passthrough. In den entsprechenden Passagen wird eine komplett virtuelle Umgebung dargestellt.

Wer eine Meta Quest 3 besitzt, sollte wissen, dass das Spiel nicht für das Gerät optimiert ist. Wer das Spiel in einer höheren Auflösung spielen will, kann dies via Sidequest oder dem Quest Games Optimizer tun.

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