Valve Index: Ambilight-Hack verstärkt Immersion "unglaublich"

Valve Index: Ambilight-Hack verstärkt Immersion

Ein VR-Fan verbaute zusätzliche LEDs in seine Valve Index, um ein größeres Sichtfeld vorzugaukeln. Das soll "unglaublich" gut funktionieren.

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VR-Brillen haben sich in den letzten zehn Jahren stark weiterentwickelt: Sie sind schmaler und kleiner geworden, haben das Tracking im Gehäuse integriert und funktionieren teils autark, also ohne externen Zuspieler.

Dieser Fortschritte zum Trotz ist ein wichtiger Faktor bei fast allen Geräten gleich geblieben: das Sichtfeld, das nach wie vor zwischen 90 und 120 Grad beträgt. Das hat mit Herausforderungen des Linsendesigns zu tun und Kompromissen in anderen Bereichen des Headset-Designs, die man eingehen müsste, um ein größeres Sichtfeld hinzubekommen.

Dennoch sieht er Verbesserungspotenzial: Er will eine Schicht grauer Plastik (einen sogenannten Diffuser) über die LEDs legen, um das Licht abzuschwächen und Reflexionen auf den Linsen zu vermeiden.

Danach möchte er mit einem 3D-Drucker ein abgeschlossenes Interface-Modul ausdrucken, das man ohne großen Aufwand in der Valve Index installieren kann. Für die Stromzufuhr will Shodah den USB-Anschluss an der Vorderseite der VR-Brille nutzen.

Eine alte Idee, die es nie in Produkte schaffte

Gelingt das Experiment mit Valve Index will der VR-Enthusiast das Gleiche mit Meta Quest 2 versuchen. Was ungemein schwieriger werden dürfte, da es sich um ein in sich geschlossenes, autarkes Headset handelt. ShodahVR denkt darüber nach, winzige Kameras und eine Batterie zu installieren.

Ganz neu ist die Idee eines VR-Umgebungslichts übrigens nicht. Microsoft forschte schon 2016 an Ambilight-VR und Apple hat ebenfalls entsprechende Patente angemeldet.

Dass sich die Idee nicht durchgesetzt hat, dürfte mit Kompromissen anderer Art einhergehen. Ambilight erhöhte den Bedarf an Rechenleistung kaum, dafür aber das Gewicht und die Abwärme der VR-Brille. Zwei Größen, die das Headset-Design stark einschränken.