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Niantics Browser-AR-Software lässt Ufos am Himmel erscheinen

Niantics Browser-AR-Software lässt Ufos am Himmel erscheinen
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6. April 2023:

Nach Ufo-Sichtungen des Pentagons erleben derzeit auch AR-Welten eine Invasion aus der Luft: 8th Wall hat bekanntgegeben, dass Niantics Browser-AR-Software ab sofort auch Effekte am Himmel unterstützt. So erscheinen fliegende Untertassen, Feuerwerke oder andere Inhalte dank der "AR-Cloud" zentimetergenau über realen Orten.

Das nahtlose Zusammenspiel von "Sky Effects" und "World Tracking" ermögliche Erlebnisse mit vollständigen Umgebungsveränderungen des Himmels und des Bodens, so das Studio. Kreative Ersteller:innen können die harten Grenzen zwischen den Ebenen mit neuen Tools zur Kantenanpassung verfeinern, um sie an die Szenerie anzupassen.

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Ursprünglicher Artikel vom 25. September 2022:

Niantics "Visual Positioning System" bringt AR-Nutzende in den gleichen digitalen Raum. Die Software läuft jetzt direkt im Browser.

AR-Spiele wie der Ausnahme-Hit Pokémon Go verließen sich zunächst meist auf ungenaue GPS-Daten und verorten Spieler:innen nicht exakt auf der virtuellen Karte. Niantics "Visual Positioning System" (VPS) soll es besser machen: Das Ende Mai für AR-Studios ausgerollte System versetzt Spielende präzise und persistent auf eine gemeinschaftlich geteilte 3D-Karte.

In Sydney verwandelt sich eine Statue in ein Gruselwesen im Ghostbusters-Stil, inklusive unheilvoll flatternder Krähen. Besucher:innen eines Gartens in LA werfen mit Kokosnüssen auf räumlich gleich angeordnete Zielscheiben.

Um all das zu ermöglichen, verbindet Niantic sein VPS mit einer Lösung des im März übernommenen Entwicklerstudio 8th Wall. Es vereinfachte bereits 2019 die Erstellung und Veröffentlichung professioneller und plattformagnostischer AR-Inhalte.

Viele herkömmliche Augmented-Reality-Erfahrungen großer Marken machten bereits von 8th Walls Plattform Gebrauch, darunter Pepsi, Microsoft, Netflix oder Universal Pictures.

Eine Stärke von Niantics VPS-Kartografierung der realen Welt ist, dass eine große Community aus Entwickelnden, Spielenden und Kartografierenden eigenständig an der Erstellung der VPS-unterstützten Orte mitarbeitet.

Neben räumlichen Scans lassen sich auch Fotografien für die 3D-Erfassung einsetzen. Das Projekt begann 2020 mit der Möglichkeit, in Pokémon GO die Umgebung zu scannen.

Über 100.000 aktive VPS-Orte

Über 100.000 VPS-Orte stehen laut Niantic bereits zur Verfügung, um dort gemeinschaftlich WebAR-Erfahrungen zu erleben oder zu erstellen. Ein 3D-Gitter hilft dabei, Überdeckungen zu berücksichtigen und mehr Interaktivität einzubauen.

Wenn sich Autor:innen gar nicht vor Ort befinden, können sie ihre Kreationen im Geospatial-Browser der 8th-Wall-Plattform bearbeiten. Weitere Beispiele und Informationen gibt es auf der 8th-Wall-Website.

Das VPS-System könnte eines Tages zu einer Grundlage für AR-Brillen werden, da es digitale Inhalte gemeinschaftlich, präzise und dauerhaft mit realen Orten vermischt. Metas Quest Pro wird im Oktober vorgestellt und bietet einen Video-AR-Modus. Apple und Google mit Iris arbeiten vermutlich ebenfalls an VR-Headsets mit zusätzlicher Video-AR-Funktion. Offen gebaute AR-Brillen mit ähnlicher Funktionalität wie Video-AR-Brillen sind hingegen noch Jahre vom Markt entfernt.

Quellen: Niantic/8th Wall, Sky Effects