HTC Vive: Was Audioshield braucht, um eine Killer-App zu werden

Audioshield ist eines der Spiele für HTC Vive, die ich stundenlang spielen könnte. Und das, obwohl das Spiel im Grunde nicht funktioniert, obwohl ihm nicht gelingt, das zu sein, was es eigentlich gerne sein wollte. Weshalb das so ist und was Audioshield meines Erachtens bräuchte, um eine Killer-App zu werden, will ich nachfolgend erläutern.

Ich stehe in einer Art Kolosseum, dessen glatte, digitale Ästhetik an Tron erinnert. In den Händen halte ich ein nach vorne leicht gewölbtes Kraftfeld, das in der linken Hand blau und in der rechten Hand rot leuchtet. In der Ferne brauen sich wie ein Unwetter nach und nach eine Legion blauer und roter Kugeln zusammen, die allmählich auf mich zurasen.

Beating the hell out of the beat

Das Besondere an Audioshield ist, dass sich diese Kugeln zum Rhythmus eines beliebigen, zuvor ausgewählten Musikstücks bewegen. Ich kann per In-Game-Browser auf Songs zugreifen, die entweder auf Soundcloud verfügbar sind oder in Form von MP3s auf meiner Festplatte gespeichert sind. Ein Algorithmus berechnet, in welcher Zahl, Geschwindigkeit und Reihenfolge die Kugeln bei mir eintreffen. Geschieht das, so zerschmettere ich sie – im Rhythmus der Musik- mit dem jeweiligen Schild. I’m beating the hell out of the beat, könnte man schon fast sagen.

Wenn das funktioniert, kann Audioshield zu einem einzigartigen, geradezu berauschenden, ja fast schon spirituellem Flow-Erlebnis werden, das mich mit der Musik verschmelzen und vollkommen vergessen lässt, dass es so etwas wie Zeit gibt. Wenn. Denn leider kommt es selten vor, dass der Algorithmus seine Arbeit sauber verrichtet.

Sollte sich der Algorithmus nicht nach der Musik, statt die Musik nach dem Algorithmus richten?

Auf Reddit stellen Spieler deshalb Listen von Songs zusammen, deren musikalische Struktur vom Algorithmus besonders gut erkannt werden soll. Aber auch im Spiel selbst kann man…

MIXED.de Podcast: VR, AR und KI - jede Woche neu

Jetzt reinhören: Alle Folgen


Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.