Sie ist die Zierde in jedem Gesicht. Ok, jedem dritten Gesicht. Aber in jedem Fall ist sie unverzichtbar – unsere Nase. Virtuell fehlt sie allerdings noch vollständig. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass dies den Effekt sogenannter “Motion Sickness”, also Übelkeit, die durch Bewegung in digitalen Spielen hervorgerufen wird, signifikant verstärken kann.

Oder andersherum: Spendiert man dem virtuellen Alter Ego eine Nase, senkt das die Übelkeit unter den Betroffenen um fast 15 Prozent. Unter anderem konnte in der bekannten “Tuscanny Demo” die Verweildauer im Spiel um mehr als 90 Sekunden gesteigert werden, bevor die Studienteilnehmer über Übelkeit klagten. Getestet wurden zwei Kontrollgruppen mit rund 40 Probanden.

Das erstaunliche daran: Die Kontrollgruppe mit “Nasum virtualis” merkte gar nicht, dass ihnen eine Nase eingeblendet wurde. Deren Anwesenheit wurde offenbar als selbstverständlich wahrgenommen. Die Theorie der Wissenschaftler: “Our suspicion is that you have this stable object that your body is accustomed to tuning out, but it’s still there and your sensory system knows it”, sagt David Whittinghill vom Purdue College of Technology.

Die Wissenschaftler arbeiten in einem interdisziplinären Team daran, die Herkunft und die Ursachen von “Motion Sickness” zu erklären, um dann wirkungsvolle Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Die virtuelle Nase ist vielleicht eine davon.

Virtual Reality Nase

Virtual Reality Nase

Quelle + Bildnachweis: David Whittinghill/Purdue University image


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