Die Pornobranche erhofft sich viel von Virtual Reality und lernt derzeit, wie man hochwertiges Filmmaterial an den Start bringt. Das Produktionsstudio “VR Bangers” hat eine außergewöhnliche Idee für eine 360-Grad-Kamera.

Die Linsen und Mikrofone des sogenannten “Head Rig” sitzen statt auf einem herkömmlichen Stativ auf dem Kopf einer Schaufensterpuppe. Das soll die Präsenz eines menschlichen Besuchers simulieren und es den Darstellerinnen erleichtern, sich auf die 360-Grad-Produktion einzulassen. Im Optimalfall liebkosen sie den Kamerakopf wie einen menschlichen Darsteller.

“Uns ist aufgefallen, dass zwischen dem Aufnahmegerät und der Darstellerin eine intimere Beziehung möglich ist, wenn sie dem Gerät etwas ins Ohr flüstern und es küssen und streicheln kann”, sagt der Technikchef Boris Smirnoff. Dem Zuschauer sollen die mit “Head Rig” produzierten Aufnahmen ein authentischeres Mittendrin-Erlebnis bescheren.

Die Kopfkamera hat zwei Linsen anstelle der Augen. Durch die beiden leicht versetzten Perspektiven sind Aufnahmen mit stereoskopischem 3D-Effekt möglich. Zwei weitere Kameras sind auf der Kopfplatte und am Hinterkopf angebracht. Das Gerät filmt mit einer Auflösung von 4K bei 60 Bildern pro Sekunde.

Für den räumlich korrekt verortbaren Klang sorgen zwei binaurale Mikrofone, die dem Plastikkopf auf den Ohren sitzen. Die Elektronik ist im Kopf verbaut, alle notwendigen Anschlüsse sind im Nacken eingelassen.

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