Die VR-Branche wird dominiert durch etablierte Unternehmen aus den USA und Startups mit Sitz im Silicon Valley. Asien und Europa bemühen sich, Schritt zu halten. Und was passiert in Afrika? Oder anders gefragt: Passiert überhaupt etwas?

Kabetec VR-Brille

Die Non-Profit-Organisation Electric South hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Afrika über Virtual Reality zu sprechen. Die Organisation sitzt in Kapstadt. Von dort aus unterstützt sie afrikanische Künstler und Kreative mit finanziellen Mitteln und Betreuung, um VR-Projekte umzusetzen und Erfahrungen mit dem neuen Medium zu sammeln. Electric South wird unter anderem vom Goethe-Institut und Big World Cinema gefördert.

Im Oktober 2015 startete ein erster Workshop, bei dem Kreativteams aus allen Ecken von Afrika von bekannten Namen der VR-Branche angeleitet wurden. Unter anderem war Jessica Brillhart als Mentorin tätig, Googles Chefin für VR-Videos. Die Teams arbeiten an VR-Projekten, die Anfang 2017 ausgestellt werden.

Danach startet die zweite Workshop-Runde und die Rollen wechseln: Aus den Lernenden werden Lehrer und die jetzt erfahreneren VR-Entwickler bringen Neulingen die wichtigsten Grundlagen bei.

Vor einem Jahr gab es nicht einmal Gear VR

Im Team von Electic South arbeitet Ingrid Kopp, die sich seit über 15 Jahren mit interaktivem Storytelling und Dokumentationen beschäftigt. Im Interview mit SmartMonkeyTV spricht sie über den Stand der VR-Branche in Afrika.

Eine wichtige Grundlage sei es, so Kopp, dass Geld aus verschiedenen Quellen wie Stiftungen und Spenden und nicht allein von Marken und Unternehmen bereitgestellt würde. Die Geldgeber würden darüber entscheiden, wie sich die VR-Branche in Afrika entwickelt.

“Wir müssen herausfinden, wie VR in Afrika funktionieren kann. Die Leute im Silicon Valley müssen sich nicht damit beschäftigen, ob sie genug Bandbreite haben und wie sie eine Kamera bekommen. Dort denken sie nicht über Stories …

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