Eine kanadische Wissenschaftlerin untersucht, ob und wie sich Virtual Reality auf unser Traumverhalten auswirkt.

Dass die Flimmerkiste und speziell das Videospiel unsere Wahrnehmung verändert, das befürchten besorgte Eltern schon seit Jahrzehnten. Im Kontext von Virtual Reality muss diese Diskussion erneut geführt werden.

Wer als Kind ein paar Stunden am Stück vor der Konsole oder dem PC saß, kennt den Effekt: Die Titelmelodie des Lieblingsspiels oder bestimmte Soundeffekte klingen noch lange im Ohr nach. Anstatt mit der Hand nach dem Glas Wasser zu greifen, sucht man impulsiv nach dem A-Knopf, um die Aktion durchzuführen. Und wenn man die Augen schließt, sieht man auf der Netzhaut noch einzelne Szenen aus der Spielewelt, die ein Eigenleben entwickelt haben. Obwohl die virtuelle Realität mit einem Druck auf den Ausknopf am Gerät beendet wurde, arbeitet sie in unserem Gehirn weiter.

Wenn 2D-Inhalte auf der Mattscheibe bereits eine solche Wirkung entfalten können, wie stark vermischen sich in unserem Kopf virtuelle und bekannte Realität bei Virtual-Reality-Anwendungen?

Können VR-Nutzer Träume besser kontrollieren und erinnern?

Jayne Gackenbach ist Psychologin an der MacEwan Universität in Kanada. In 2009 suchte sie erstmals nach möglichen Zusammenhängen zwischen digitalen Spielen und Träumen.

Dabei fand sie heraus, dass Nutzer von elektronischen Geräten – ganz besonders Spieler – eher bewusst und kontrolliert träumen als Nicht-Spieler. Gackenbach führt das darauf zurück, dass die häufige Nutzung interaktiver Medien Hirnstrukturen verändert. Ihre neue These lautet: Virtual-Reality-Anwendungen könnten sich noch intensiver auf unser Traumverhalten auswirken.

“Wir spielen mit den Realitäten der Menschen. Wohin wird das führen?” Jayne Gackenbach ggü. The Atlantic



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