Wenn ein realer Besuch in der Heimat physisch nicht mehr möglich ist, dann ist der virtuelle Ausflug eine spannende Alternative. Senioren in einem Altersheim in Brookdale, USA, konnten diese Erfahrung nun machen.

Kabetec VR-Brille

Das Alleinstellungsmerkmal von Virtual Reality ist es, Menschen an andere Orte zu transportieren. Zum Beispiel in die alte Heimat. Die Studierenden Dennis Lally und Reed Hayes der technischen Hochschule Cambridge nutzen dieses Prinzip, um die Einwohner eines Seniorenheims virtuell in ihre frühere Lebensumgebung zu transportieren.

Zwar wird das Projekt derzeit mit Minimalaufwand umgesetzt – genutzt werden 360-Fotos aus Google Maps und 360-Videos in Kombination mit Gear VR – dennoch beeindruckt der VR-Heimatbesuch die Senioren sichtlich.

Auch ältere Menschen müssten sich die Neugierde und den Forscherdrang bewahren, glaubt Hayes. “Wenn man dazu physisch nicht mehr in der Lage ist, dann ist Virtual Reality ein wunderbares Hilfsmittel.” Intensive emotionale Reaktionen könne man mit 360-Grad-Umgebungen in der VR-Brille viel besser hervorrufen als mit gewöhnlichen 2D-Fotos.

Trip in die Heimat mit der VR-Brille

Beispielsweise besucht Abdus Shakur, Koch im Ruhestand, sein ehemaliges Restaurant in Berlin, das er dort vor zwei Dekaden eröffnete. Eine ältere Frau kehrt in ihr früheres Zuhause zurück und erinnert sich sogar kurzzeitig an den Straßennamen. Dass ihr der Moment nahe geht, sieht man ihr im Video deutlich an. Der Blick durch die VR-Brille könne durch die starke emotionale Wirkung das Erinnerungsvermögen besonders intensiv stimulieren, glauben Lally und Hayes.

Rein aus Nächstenliebe arbeiten die Studierenden allerdings nicht an dem Projekt. Sie wollen die…

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