Virtual Reality: Audi integriert VR-Fahrsimulation ins reale Auto

Virtual Reality: Audi integriert VR-Fahrsimulation ins reale Auto

Audi rüstet einen A4 mit einer Virtual-Reality-Brille aus und macht das Auto so zu einem überdimensionierten Gamecontroller.

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Der Fahrer des A4 trägt die VR-Brille Oculus Rift und ist blind für seine reale Umwelt, nicht jedoch für die simulierten Fahrszenarien, die ihm der Computer im Kofferraum überspielt. Damit die reale und die virtuelle Fortbewegung glaubhaft übereinstimmen, wird das Auto mit einem hochpräzise messenden GPS-System mit einer Genauigkeit bis auf zwei Zentimeter auf einer etwa 300 x 600 Meter großen Asphaltfläche verortet. Die Bewegungsdaten werden in Echtzeit mit der virtuellen Simulation abgeglichen.

Eine Trackingkamera auf der Rückbank überträgt zusätzlich die Kopfbewegungen des Fahrers in die virtuelle Realität. Dafür wurden am Halteband der VR-Brille zusätzliche Trackingmarker angebracht. Das Bild in der Rift-Brille passt sich entsprechend der realen Blickrichtung an. Wenn der Fahrer am Steuer beispielsweise nach links aus dem Fenster schaut, sieht er auch in der VR-Simulation den linken Straßenrand.

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Im Ergebnis dürfte sich das so anfühlen, als würde man ein echtes Auto durch eine Computerwelt fahren. Für den Notfall sitzt ein Trainer auf dem Beifahrersitz, der die virtuelle Welt synchron auf einem Tablet betrachtet und bei Gefahr eingreift.

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Die Simulation dient bei Audi allerdings nicht dem Entertainment, sondern der Verkäuferschulung. Verkäufer sollen die Assistenzsysteme des Wagens unter realen Bedingungen kennenlernen, speziell den Eingriff des Notbremsenassistenten. Daher laufen in der virtuellen Welt auch reichlich Fußgänger am Straßenrand entlang. Eingesetzt wird sie im Audi Training Center am Flughafen München. Über 5.000 Verkäufer haben die VR-Schulung bereits durchlaufen.

Wie man die gleiche Technologie fürs Entertainment zweckentfremden könnte, zeigte Castrol 2015 bei einem Autorennen, das gleichzeitig in zwei Realitäten stattfand. Wie in einem Arcade-Racer für die Spielekonsole rasten die Fahrer in echten Autos über eine fiktive, virtuelle Strecke.

| Quelle und Bilder: Audi