Valve: Schon 50 Entwickler dürfen Lighthouse-Tracking lizenzieren

Valve: Schon 50 Entwickler dürfen Lighthouse-Tracking lizenzieren

Update vom 26. Oktober:

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Der Veranstalter von Valves Lighthouse-Schulung verrät, dass bereits 50 Entwickler das Trainingsprogramm erfolgreich beendet haben. Ein Großteil der Entwickler habe sich für das Gaming interessiert. Neben Spielen seien die Automobilindustrie, Wissenschaft, Sport, Bildung und generell Unterhaltungselektronik ein Thema gewesen.

Aufgrund der hohen Nachfrage werden im November und Dezember zusätzliche Kurse angeboten, für die man sich hier anmelden kann. Ein Kurs kostet rund 3.000 US-Dollar pro Teilnehmer. Aktuell sind keine Kurse über den Dezember hinaus geplant.

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Laut Valve sind rund 300 Produkte für das Entertainment, die Automobilindustrie sowie die Bereiche TV und Spielzeug in Planung, die das Lighthouse-Tracking verwenden. Viele davon sollen in 2017 erscheinen.

Steam: Über 600 VR-Erfahrungen, 300 Lizenzen für Lighthouse geplant

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Ursprünglicher Artikel vom 4. August 2016: HTC Vive: Valve startet Lizenzmodell für Vive-Trackingsystem

Valve hält Wort und gibt das Trackingsystem Lighthouse für Entwickler und Hardware-Hersteller frei. HTC Vive verliert damit potenziell ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal.

Für die Lizenzierung des Trackingsystems erhebt Valve keinerlei Gebühren. Die Integration ist kostenlos, auch am späteren Verkauf von Lighthouse-kompatibler Hard- und Software möchte der Half-Life-Erfinder nicht mitverdienen.

Die einzige Bedingung lautet: Interessierte müssen an einem Training in Seattle teilnehmen und dafür pro Kopf 3.000 US-Dollar zahlen. Mit der Schulung möchte Valve laut eigenen Angaben spätere Support-Anfragen minimieren, die aus Kapazitätsgründen nicht beantwortet werden könnten. Außerdem soll so sichergestellt werden, dass der Qualitätsstandard des Trackingverfahrens eingehalten wird.

Das Training findet nicht direkt bei Valve statt, sondern wird von einem Schulungsanbieter vor Ort veranstaltet. Valve empfiehlt drei Teilnehmer pro Unternehmen, der fachliche Schwerpunkt richtet sich an Industriedesigner und Ingenieure. Die Schulung erstreckt sich über mehrere Tage und startet diesen September.

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Wem dieser Schritt zu aufwendig erscheint: Für die Zukunft verspricht Valve schnellere Lösungen, um Unternehmen fit im Umgang mit Lighthouse zu machen. Mehr Informationen zum Schulungsprogramm gibt es hier und im offiziellen FAQ.

Entwicklerkit für das Trackingsystem

Ergänzend bietet Valve ein Entwicklerkit für das Trackingsystem an, das Teilnehmern der Schulung kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Dieses beinhaltet neben einer exakten Dokumentation aller technischen Funktionen, zwei zusätzlichen Basisstationen und einem Software-Paket auch vierzig Sensoren, mit denen Entwickler eigene Hardware trackbar machen können.

Ebenfalls Bestandteil des Entwicklerkits ist ein trackbares Referenzobjekt, das an Prototypen angebracht werden kann und schnelle Vorabtests ermöglicht. Mit einem ganz ähnlichen Stück Zusatzhardware machte Valve zuvor die VR-Brille von Razer mit dem Lighthouse-Trackingsystem kompatibel. HTC Vive verliert damit potenziell das derzeitige Alleinstellungsmerkmal Room-Scale-VR.

Wer nur auf der Suche nach kompatiblen Sensoren ist, kann diese bei Valves Hardwarepartner Triad Semiconductor bestellen.

So sieht der Tracking-Demonstrator aus. Bild: Valve

So sieht der Tracking-Demonstrator aus. Bild: Valve

Lighthouse nicht nur für Virtual Reality geeignet

Auch wenn Lighthouse in erster Linie für HTC Vive und Virtual Reality entwickelt wurde, ist die Nutzung nicht auf VR-typische Einsatzszenarien beschränkt. Seitens Valve gibt es keine Restriktionen. Entwickler können eigene Peripherie bauen - beispielsweise trackbare Golfschläger oder Spezialcontroller - aber auch eine Lighthouse-kompatible VR-Brille auf den Markt bringen.

Das Trackingsystem Lighthouse erlaubt theoretisch einen Bewegungsradius von rund 20 bis 25m² in der virtuellen Realität. Vive-Entwickler haben aktuell Zugriff auf etwa 16 Quadratmeter. Die Basisstationen, die in den Ecken eines Raumes montiert werden, scannen den Raum mit Laserstrahlen, die in Abständen von wenigen Millisekunden ausgesendet werden. Bei kompatibler Hardware treffen die Laser auf Fotowiderstände. Basierend auf den dabei gewonnenen Daten kann eine Software die Position der Hardware im Verhältnis zum Raum bestimmen.

Valve arbeit seit Ende 2014 an dem Trackingsystem und verbessert es stetig. Die Freigabe für Entwickler und Hersteller könnte dafür sorgen, dass es zum neuen Trackingstandard wird.

| Source: Valve