The Pirate Queen auf Meta Quest 3: Ein lohnendes VR-Abenteuer?

The Pirate Queen auf Meta Quest 3: Ein lohnendes VR-Abenteuer?

Schlüpft in die Stiefel einer Piratenanführerin, die vor 200 Jahren das südchinesische Meer unsicher machte. Wie spielt sich The Pirate Queen auf Quest 3?

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Zheng Yisao ist eine der schillerndsten Figuren in der Geschichte der Piraterie. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht befehligte sie eine Flotte von über 400 Schiffen und etwa 70.000 Mann. Sie prägte zudem einen Verhaltenskodex, der Gleichheit zwischen Mann und Frau forderte. The Pirate Queen würdigt diese außergewöhnliche Frau mit einer VR-Erfahrung.

Die Handlung beginnt nach dem mysteriösen Tod ihres Mannes, als ein untergebener Piratenanführer die Macht über die Flotte an sich reißen will. In der Rolle von Yisao müsst ihr diese Pläne vereiteln und die Nachfolge eures Gatten antreten.

Rätseln, Erkunden, Klettern

Die erzählerisch dichte Handlung trägt sich während einer Nacht zu und umfasst 13 unterschiedlich lange Kapitel, die etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen.

Das Spiel wechselt geschickt zwischen Erzählpassagen, Rätseln und Geschicklichkeitsaufgaben und sorgt so für Abwechslung. Die Gebiete, die sich ausschließlich auf hoher See befinden, durchquert ihr durch Laufen, Klettern und Rudern. Dabei hört ihr Yisaos Gedanken und könnt so an ihrer Innenwelt teilhaben. Gesprochen wird die Piratin von der amerikanischen Schauspielerin Lucy Liu.

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The Pirate Queen ist das erste Spiel und die erste VR-Produktion von Singer Studios und das merkt man hier und da an fehlendem Feinschliff im Spiel- und Rätseldesign sowie vereinzelt auch bei Objektinteraktionen. Die Schauplätze sind menschenleer und wenn man auf andere Charaktere trifft, sieht man nur ihre Silhouetten hinter Glas. Gegen Ende wird es etwas actionreicher, aber es gibt keine Schwertduelle oder Ähnliches. The Pirate Queen ist in erster Linie ein (lineares) Erkundungsspiel.

Ein großes Manko ist, dass man sich nicht künstlich ducken kann. Das erschwert das Spielen im Sitzen, weil manche Gegenstände nur schlecht erreichbar sind. Immerhin kann man im Menü die Höhe verstellen, aber wer will dafür jedes Mal ins Menü wechseln?

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Stimmungsvolle Kulissen

Als VR-Spiel hat mich The Pirate Queen nur bedingt überzeugt. Vielmehr gefielen mir die erzählerischen Elemente sowie die liebevoll gestalteten Umgebungen, die mich mit der chinesischen Kultur in Berührung brachten, einer Welt, die uns westlichen Menschen weitgehend unbekannt ist. Singer Studios arbeitete zwecks historischer Authentizität mit Historiker:innen zusammen. In Bezug auf die Handlung nahmen sie sich jedoch künstlerische Freiheit.

Ein stimmungsvoll ausgeleuchteter Raum mit einer Nische für eine chinesische Gottheit.

Dieses Artwork fängt die Stimmung der Innenräume gut ein. | Bild: Singer Studios

Grafisch hinterlässt The Pirate Queen gemischte Gefühle: Die Innenräume sehen auf Quest 3 hübsch und stimmungsvoll aus, während die Außenräume blass und detailarm wirken. Beim Rudern auf dem Meer fällt auf, wie flach und farblos es ist. Die grafisch aufwändigere PC-VR-Version habe ich nicht ausprobiert.

Wer ein erzählerisch dichtes VR-Erlebnis ohne viel Hektik sucht und sich für (chinesische) Geschichte interessiert, ist bei The Pirate Queen gut aufgehoben. Ein durchdachtes und herausforderndes VR-Spiel sucht ihr besser woanders.

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The Pirate Queen könnt ihr für 17 Euro im Quest Store und bei Steam erwerben.